Stadt zieht Notbremse

Aachen bekommt Haushaltssperre

21.04.2026 – 11:55 UhrLesedauer: 1 Min.

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Das Aachener Rathaus (Archivbild): Die Stadt hat mit enormen finanziellen Problemen zu kämpfen. (Quelle: IMAGO/Richard Wareham)

Der finanzielle Spielraum der Stadt Aachen wird enger. Bereits genehmigte Projekte stehen damit vor dem Aus.

Aachens Kämmerin Annekathrin Grehling zieht die finanzielle Notbremse: Wie ein Stadtsprecher mitteilte, bekommt Aachen eine Haushaltssperre. Offenbar sind die Gewerbeeinnahmen deutlich geringer ausgefallen, als es von der Verwaltung einkalkuliert war.

Welche Auswirkungen die Sperre konkret hat, ist bisher nicht klar. Die Verwaltung will am Dienstagnachmittag weitere Details dazu bekannt geben. Bei einer Haushaltssperre können geplante Ausgaben gestoppt werden. Bereits genehmigte Projekte stehen damit vor dem Aus.

Erst in der vergangenen Woche hatte die Bezirksregierung den Aachener Haushalt mit einem Gesamtetat von rund 1,4 Milliarden Euro genehmigt. Allerdings klafft darin ein 95 Millionen Euro großes Loch, der finanzielle Druck bleibt somit immens. Die Bezirksregierung sprach eine deutliche Warnung aus.

Der Eigenkapitalverzehr im Haushalt steigt 2026 erstmals auf rund 13 Prozent. Damit liegt man weit über der Fünf-Prozent-Grenze, was eigentlich bedeuten würde, dass die Stadt in die Haushaltssicherung rutscht. Das heißt, dass die Stadt ihre finanzielle Freiheit verlieren würde und die Bezirksregierung Köln jeden Schritt genehmigen müsste.

Verhindern konnte der Rat das nur, indem er alle gesetzlichen Mittel ausgeschöpft hatte, etwa durch Einsparungen in den einzelnen Dezernaten der Verwaltung. Um die Haushaltssicherung weiterhin zu verhindern, muss der Eigenkapitalverzehr der Stadt 2027 zwingend unter fünf Prozent bleiben.