Kölner Staatsanwaltschaft
Bericht: Firmenräume der Telekom durchsucht
21.04.2026 – 15:52 UhrLesedauer: 1 Min.
Der Hauptsitz der Deutschen Telekom in Bonn: Die Firmenräume des Unternehmens sollen durchsucht worden sein. (Quelle: imago stock&people)
Die Kölner Staatsanwaltschaft lässt in Bonn Firmenräume der Telekom Technik durchsuchen. Im Fokus soll ein mutmaßlicher Korruptionskomplex rund um Auftragsvergaben stehen.
In Bonn sollen die Firmenräumen der Telekom Technik GmbH durchsucht worden sein. Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet, habe die Kölner Staatsanwaltschaft das Landeskriminalamt mit der Durchsuchung beauftragt.
Nach Angaben der Lokalzeitung soll es sich um einen Korruptionskomplex bei der Tochterfirma der Deutschen Telekom AG handeln. Demnach werde gegen zehn Beschuldigte wegen des Verdachts der Bestechung im geschäftlichen Verkehr, der Untreue und der Geldwäsche ermittelt.
Bei dem mutmaßlichen Hauptakteur soll es sich den Informationen der Zeitung zufolge um einen 37-jährigen hochrangigen Telekom-Beschäftigen, der für Auftragsvergaben im Bereich Glasfaserausbau zuständig ist, handeln. Dieser soll einem Duisburger Bauunternehmer lukrative Projekte des Bonner Konzerns zugeschanzt haben. Im Gegenzug soll der Telekom-Mitarbeiter jeweils drei Prozent der Auftragssumme erhalten haben. Nach vorläufigen Erkenntnissen bekam er einen Betrag im mittleren sechsstelligen Bereich, wie die Zeitung weiter berichtet.
Das LKA nebst Spezialeinheiten und Steuerfahndern durchsuchte demnach insgesamt 40 Privat- und Firmenräume in NRW sowie auch Bankschließfächer. Ferner seien zahlreiche Datenträger und Mobiltelefone sichergestellt worden.
Auslöser für die Nachforschungen sei ein anonymer Hinweis an die Telekom Technik GmbH über Schmiergeldflüsse gewesen. Die Gesellschaft habe daraufhin die Strafverfolger eingeschaltet. Seit Herbst vergangenen Jahres ermittelten die Korruptionsermittler des LKA zunächst verdeckt, bis sich der Tatverdacht erhärtete und die Staatsanwaltschaft Köln entsprechende Durchsuchungsbeschlüsse erwirkte, heißt es vonseiten des „Kölner Stadt-Anzeigers“.
