Wenn junge Familien in Wülfrath Beratung oder auch soziale Anknüpfung suchen, dann werden sie hier ganz bestimmt fündig: Das Familienzentrum Ellenbeek ist seit über 15 Jahren ein etablierter Ansprechpartner für Familien. Viele Angebote leisten auch wichtige, präventive Arbeit. Und das kann man nun auch landesweit sehen.
Wie die Stadt mitteilt, wurde das Familienzentrum zusammen mit dem Familienbüro als „Good Practice“, also als gute Beispiele, mit seinen Angeboten auf der Plattform „Familienzentrum.NRW“ aufgenommen. „Damit gehören sie zu Einrichtungen, die in einzelnen Bereichen ihrer Arbeit als beispielhaft gelten und anderen Familienzentren als Orientierung dienen. Solche Good-Practice-Beispiele zeichnen sich dadurch aus, dass sie über Jahre hinweg besonders innovative oder wirkungsvolle Angebote für Familien entwickelt haben“, erklärt die Verwaltung.
Das kommunale Kinder- und Familienzentrum Ellenbeek ist bereits seit 2011 als Familienzentrum zertifiziert und betreut aktuell 110 Kinder im Alter von vier Monaten bis sechs Jahren in sechs Gruppen. „Was die Einrichtung besonders macht, ist nicht nur die Betreuung – sondern vor allem die Vielzahl ganz konkreter Unterstützungsangebote für Familien im Alltag“, so die Stadt.
Im Mittelpunkt steht dabei ein ganzheitlicher Blick auf Familien: Unterstützungsangebote werden nicht isoliert gedacht, sondern eng miteinander verzahnt. Eltern finden hier niedrigschwellige Beratung, Begleitung in Erziehungsfragen und konkrete Hilfen im Alltag.
Als „Schwerpunktkita Sprache“ setzt die Einrichtung gezielt bei einem der wichtigsten Schlüssel für Bildung und Teilhabe an: der sprachlichen Entwicklung von Kindern. Gleichzeitig werden Eltern und Angehörige aktiv einbezogen und begleitet.
Ein zentrales Angebot ist das kostenfreie, wöchentliche „offene Elterncafé“ (jeden Mittwoch von 8 bis 9.30 Uhr). Hier kommen Eltern, Angehörige und Interessierte in ungezwungener Atmosphäre zusammen. Die Gespräche orientieren sich an den tatsächlichen Fragen und Bedürfnissen der Teilnehmenden – von Erziehungsfragen bis hin zu Alltagsthemen.
Begleitet wird das Angebot fachlich durch eine Fachkraft aus den Programmen „Sprache“ und „PlusKita“. Auch Kooperationspartner des Familienzentrums sind regelmäßig vor Ort und stehen beratend zur Seite. So entsteht ein direkter Zugang zu unterschiedlichen Hilfsangeboten – ohne Termin, ohne Hürde. Und zu Beginn des Kita-Jahres wird das Angebot ausgeweitet: Dann findet das Elterncafé täglich statt, um neuen Familien den Einstieg zu erleichtern und frühzeitig Vernetzung zu ermöglichen.
Ein weiteres wichtiges Element ist das wöchentliche „Familiencafé der Frühen Hilfen“, das gemeinsam mit der Stadt Wülfrath gestaltet wird. Es richtet sich besonders an Familien, die bislang noch keinen Zugang zu institutionellen Angeboten haben. Hier stehen eine Netzwerkkoordinatorin der Frühen Hilfen und eine Hebamme für Gespräche bereit. Themen sind unter anderem: frühkindliche Entwicklung, Bewegung für Kinder unter drei Jahren, Sprachentwicklung und der Übergang in die Kindertagesbetreuung.
Ein monatliches, kostenfreies Familienfrühstück ergänzt das Angebot und schafft zusätzliche Begegnungsmöglichkeiten. Die Termine des Familiencafés sind jeden Mittwoch von 9 bis 11.30 Uhr (jeden ersten Mittwoch im Monat mit Frühstück). Die Angebote richten sich gezielt an alle Familien in Wülfrath, nicht nur an Eltern, deren Kinder die Kita besuchen.
Mit der Kostenpflichtiger Inhalt „Wülfrather Familienschule“ greifen die Leitungen der städtischen Kitas ganz konkrete Fragen aus dem Familienalltag auf. Sie wurde vor rund einem Jahr ins Leben gerufen. Hier werden einmal im Monat praxisnahe Themen angeboten, zum Beispiel zu Fragen wie: „Wer ist hier der Boss?“ oder „Ruhig bleiben in Stresssituationen“.
Das Familienbüro ergänzt die Arbeit als zentrale Anlaufstelle. Täglich sind unterschiedliche Netzwerk- und Kooperationspartner vor Ort, darunter Beratungsstellen, das Jobcenter, Angebote rund um Schwangerschaft und frühe Gesundheit sowie eine U3-Spielgruppe. „Mit den genannten Angeboten entsteht ein engmaschiges Unterstützungsnetz“, so die Stadt.