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Berlin – General Blücher befreite Europa bei Waterloo von der napoleonischen Besatzung und ist Ehrenbürger von Frankfurt, Hamburg, London, Oxford und Cambridge. Einen solchen Namen tilgt man nicht.
Der Blücherplatz am Halleschen Tor bekommt einen neuen Namen. Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg beschloss am 14. April mit grün-rot-roter Mehrheit, dass der Platz künftig den Namen von Eva Mamlok (1918-1944) tragen soll. Die CDU stimmte dagegen.
Eva Mamlok, eine Kreuzbergerin jüdischen Glaubens, leistete Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur. Sie starb im Konzentrationslager Stutthof (nahe Danzig) an den Folgen der Zwangsarbeit.
Das Bezirksamt erklärte, mit der Platzbenennung werde „nicht nur die jüdische Widerstandskämpferin Eva Mamlok geehrt, sondern weiter gefasst auch der Widerstand von Frauen und der von Juden und Jüdinnen insgesamt“. Das leuchtete ein. Der Widerstand gegen die NS-Diktatur kann nicht genug gewürdigt werden.
Warum aber muss dafür der Blücherplatz weichen? Er trägt seinen Namen seit 162 Jahren. In der Begründung findet sich ein verräterischer Satz: General Blücher gehöre zu denen, die „den Mythos des angeblichen Erzfeindes Frankreich“ begründet hätten, der sich „bis in die 1950er Jahre“ gehalten habe.
Blücher wird unterstellt, er habe den Hass auf Frankreich geschürt. Das stimmt nicht. General Leberecht von Blücher (1742-1819) führte einen Abwehrkampf. Er befreite Europa von der napoleonischen Besatzung (Völkerschlacht Leipzig, Waterloo).
Er ist der erfolgreichste preußische General aller Zeiten und Ehrenbürger von Frankfurt, Hamburg, London, Oxford und Cambridge. Einen solchen Namen tilgt man nicht. Es ist unredlich, Eva Mamlok gegen Blücher auszuspielen.
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