Historische Aufnahmen
So haben die Kölner Bahnhöfe früher ausgesehen
Aktualisiert am 21.04.2026 – 21:17 UhrLesedauer: 4 Min.
Der Kölner Hauptbahnhof (Archivbild): Heute reisen täglich über 300.000 Menschen an oder ab. (Quelle: Volker Preusser/imago)
Ob Kölner Hauptbahnhof, Messe/Deutz oder Mülheim. Die Bahnhöfe in Köln haben sich mit der Zeit stark verändert. Eine Zeitreise macht die Entwicklung deutlich.
Wie jede große Stadt hat sich auch Köln in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert. Die Entwicklung der Metropole zeigt sich auch an den Bahnhöfen – vom Hauptbahnhof bis zum Bahnhof in Mülheim und Deutz. Historische Aufnahmen zeigen, wie die Kölner Bahnhöfe früher ausgesehen haben.
Der Bau des Kölner Hauptbahnhofs begann bereits im Jahr 1857, zwei Jahre später wurde er unter dem Namen Centralbahnhof eröffnet. Er stieß jedoch schnell an seine Kapazitätsgrenzen, die Planungen für einen Umbau erfolgten aber erst nach der Verstaatlichung im Jahr 1880.
Dabei wurde überlegt, den Hauptbahnhof an die Venloer Straße zu verlegen. Man entschied sich aber für einen Neubau an gleicher Stelle – nach Vorbild der Berliner Stadtbahn mit einer 255 Meter langen Bahnhofshalle.
Während des Zweiten Weltkrieges wurde der Bahnhof stark beschädigt. Der Wiederaufbau ging zunächst schleppend voran. Ab 1953 starteten die Arbeiten schließlich. Doch mit den Umbauten war zu dieser Zeit nicht Schluss: Ende der 1990er Jahre wurde der Bahnhof noch mal für 200 Millionen D-Mark saniert und im Jahr 2000 eröffnet.
Bis 2030 sollen weitere Umbauten in Höhe von 60 Millionen Euro für noch mehr Kapazitäten folgen. Denn schon heute reisen täglich 318.000 Menschen am Kölner Hauptbahnhof an und ab.
An der Stelle des heutigen Bahnhofs Köln Messe/Deutz wurde im Jahr 1845 ein Kopfbahnhof der Köln-Mindener Bahngesellschaft für die Strecke nach Düsseldorf errichtet. 14 Jahre später wurde auch der Anfangspunkt der Deutz-Gießener Eisenbahn dorthin verlegt. Um die Kapazitäten zu steigern, wurde der Bahnhof erweitert.
1886 wurde der Personenverkehr jedoch eingestellt – bis 1913. Dann wurde der neue Deutzer Bahnhof eröffnet. Zu NS-Zeiten war er jedoch Schauplatz schrecklicher Ereignisse: Fast alle in Köln lebenden Juden wurden von dort ins KZ Theresienstadt deportiert. Die Messehallen dienten als Sammellager.
Im Zweiten Weltkrieg wurde die Bahnsteighalle aus Eisen und Glas zerstört und dann durch eine Bahnsteigüberdachung aus Beton ersetzt. Das Bahnhofsgebäude blieb jedoch erhalten. In den darauffolgenden Jahren wurde der Bahnhof zwar in mehreren Schritten ausgebaut, doch anscheinend so schlecht, dass er 2009 mit der „Sauren Zitrone“ ausgezeichnet wurde – einem Preis für besonders misslungene Bauten, die das Stadtbild verschlimmern. Daraufhin folgte eine Sanierung des maroden Gebäudes.
