In der nächsten Woche erscheint mit „Lord of Hatred“ die zweite Erweiterung für „Diablo 4“. Die ersten Tests verraten aber schon jetzt, ob das düstere Finale der Mephisto-Saga, die neuen Klassen und die spielerischen Verbesserungen überzeugen können.
Im Juni 2023 öffnete Blizzard mit „Diablo 4“ wieder die Tore zur Hölle, während im Herbst 2024 mit „Vessel of Hatred“ die erste große Erweiterung folgte, die Spieler auf der Jagd nach Mephisto tief in den Dschungel von Nahantu führte.
Doch der DLC legte nur den Grundstein für die düstere Odyssee rund um Neyrelle und den Herren des Hasses, die in der nächsten Woche mit „Lord of Hatred“, der zweiten großen Erweiterung, fortgesetzt wird – inklusive eines brandneuen Gebiets sowie den zwei frischen Klassen Paladin und Warlock. Die internationale Fachpresse hat ihr Urteil dazu aber schon jetzt gefällt.
Diablo 4 läuft zu spielerischer Bestform auf
So liegt die PC-Version von „Lord of Hatred“ nach 32 Reviews aktuell bei einem Metascore von 82 Punkten, während die PS5-Fassung der Erweiterung basierend auf neun Tests derzeit auf 84 Punkte kommt.
Und obwohl man sich damit in einem ähnlichen Bereich wie „Vessel of Hatred“ bewegt, sind sich die Kritiker weitgehend einig, dass es sich spielerisch um die bislang beste Erweiterung handelt, mit der „Diablo 4“ endlich seinen Rhythmus gefunden hat.
Vor allem die Kampagne wird als die bisher stärkste der Reihe gelobt. Während der Paladin als eine „Heimkehr, die sich genau richtig anfühlt“ beschrieben wird, sorgt der Warlock mit seinen Fluch-Mechaniken für frischen Wind.
Als echter „Gamechanger“ werden zudem die neuen Endgame-Features hervorgehoben: Das „War Plans“-System verleiht dem Grind deutlich mehr Struktur und nimmt ihm das Gefühl der Ziellosigkeit. Obendrein werden lang ersehnte Quality-of-Life-Features wie der integrierte Loot-Filter als überfällige Erlösung gefeiert.
Aufgrund der vielen neuen Mechaniken könnte „Lord of Hatred“ auf Gelegenheitsspieler aber langsam „überladen“ wirken, weshalb die Einstiegshürde für Rückkehrer als recht hoch empfunden wird. Zudem kann die Kampagne qualitativ zwar voll überzeugen, wird wegen der recht kurzen Spielzeit der Hauptquests jedoch kritisiert – vor allem in Relation zum Preis.
Und damit wären wir auch beim größten Kritikpunkt, der für reichlich Diskussionen unter den Fans sorgt: der Preis- und Bundle-Politik von Blizzard. Hier wird scharf kritisiert, dass es keine fairen Upgrade-Pfade für Spieler gibt, die „Vessel of Hatred“ bereits besitzen, während stattdessen verstärkt auf teure Komplett-Bundles gesetzt wird.
Test-Wertungen zu Diablo 4: Lord of Hatred in der Übersicht
Stolze 9.5 von 10 Punkten vergibt GamingTrend: „Das Niedermetzeln dämonischer Horden als Paladin und Warlock macht süchtiger denn je. Die neuen Systeme der Erweiterung bringen willkommene Abwechslung in ein ohnehin schon facettenreiches Spiel. Rechnet man dann noch die zusätzlichen Post-Game-Inhalte und eine erstklassige Story-Erfahrung hinzu, erhält man eine der besten modernen Erweiterungen, die derzeit erhältlich sind.“
Destructoid zückt 8.5 von 10 Punkten: „Lord of Hatred ist die bisher beste Erweiterung für Diablo 4. Sie bietet eine exzellente Story-Kampagne und zwei spielbare Klassen, die Unmengen an Möglichkeiten für individuelle Builds und Anpassungen bereithalten.“
Eine Empfehlung gibt es auch von IGN, die 8 von 10 Punkten verteilen: „Diablo 4: Lord of Hatred bietet einen wunderbar befriedigenden Abschluss der Mephisto-Saga mit einer meiner bisherigen Lieblingsgeschichten im Diablo-Universum, einigen wirklich fesselnden Änderungen am Build-Crafting, zwei gleichermaßen interessanten neuen Klassen und einem Endgame, das zugänglicher und zeitfressender denn je zu sein scheint. […]“
7 von 10 Punkten gibt es von ComicBook: „Lord of Hatred hinterlässt Diablo 4 in einem stärkeren Zustand, als es das Spiel vorgefunden hat. Es behebt nicht jedes Problem und versucht es auch gar nicht, aber es baut auf dem auf, was funktioniert, und treibt es genau weit genug voran, um ins Gewicht zu fallen. […] Es ist nicht perfekt, aber es ist fokussiert, und genau dieser Fokus macht es denkwürdig. […].“
Internationale Test-Wertungen zu Diablo 4: Lord of Hatred im Überblick (Auszug):
- GamingTrend – 95
- Wccftech – 90
- PC Gamer – 90
- Forbes – 85
- Destructoid – 85
- VG247 – 80
- IGN – 80
- TheGamer – 80
- ComicBook – 70
- Stevivor – 65
An dieser Stelle sei natürlich wie gewohnt darauf hingewiesen, dass der aktuelle Metascore nur eine Momentaufnahme ist. In den kommenden Stunden und Tagen könnten noch weitere Tests folgen, sodass sich die Wertung noch in beide Richtungen verändern kann.
Erhältlich ist „Lord of Hatred“ als Standard Edition für 39,99 Euro, als Deluxe Edition für 59,99 Euro, die zusätzliche kosmetische Extras enthält, sowie als Ultimate Edition für 89,99 Euro. Letztere bietet neben weiteren Cosmetics auch einen Battle Pass sowie 3.000 Platin – die Premium-Währung des Spiels.
Das Besondere dabei: Alle Editionen – selbst die Standard Edition – bieten nicht nur Zugriff auf „Lord of Hatred“, sondern enthalten auch „Vessel of Hatred“, das mittlerweile nicht mehr separat zum Kauf angeboten wird. Entsprechend ärgerlich für alle Spieler, die die erste Erweiterung bereits besitzen und nun gefühlt „unnötig“ draufzahlen. Wer „Vessel of Hatred“ hingegen noch nicht sein Eigen nennt, erhält somit zwei Erweiterungen zum Preis von einer.
Wer bislang noch gar nicht mit „Diablo 4“ in Berührung gekommen ist, jetzt aber einsteigen möchte, kann zudem zur sogenannten „Zeitalter des Hasses“-Sammlung greifen. Hier bekommt man für 69,99 Euro neben den beiden Erweiterungen auch das komplette Hauptspiel.
„Diablo 4: Lord of Hatred“ wird am 28. April 2026 für die PS5, Xbox Series X/S und den PC erscheinen.
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