Im Nürnberger Rathaus

Grüne bilden neue Stadtratsfraktion – mit einem Partner

21.04.2026 – 18:28 UhrLesedauer: 1 Min.

Die neuen Fraktionsvorsitzenden der Grünen Andrea Friedel (l.) und Alexander Kahl: Sie bilden künftig gemeinsam mit der Volt-Politikerin Isaura Süssner (r.) eine Fraktion.Vergrößern des Bildes

Die neuen Fraktionsvorsitzenden der Grünen Andrea Friedel (l.) und Alexander Kahl: Sie bilden künftig gemeinsam mit der Volt-Politikerin Isaura Süssner (r.) eine Fraktion. (Quelle: Grüne Nürnberg / Volt)

Mehrere Stadträte spalten sich von den Nürnberger Grünen ab. Jetzt holen sich die verbleibenden Räte eine weitere Partei ins Boot.

Im Mai kommt der neu gewählte Nürnberger Stadtrat erstmals zusammen. Die Nürnberger Grüne arbeiten künftig mit einem neuen Partner im Rathaus zusammen. Künftig will die Partei eine gemeinsame Fraktion mit Volt bilden, wie sie am Dienstagabend mitteilte. Demnach gehört Isaura Süssner künftig der Fraktion der Ökopartei ein.

Süssner ist die einzige Volt-Politikerin, die sich einen Platz in dem Gremium im Nürnberger Rathaus sicherte. Andrea Friedel und Alexander Kahl (beide Grüne) sagen laut Mitteilung: „Wir teilen die Überzeugung, dass Klimaschutz, nachhaltige Mobilität, soziale Gerechtigkeit und Vielfalt sowie eine moderne, digital ausgerichtete Stadtverwaltung untrennbar miteinander verbunden sind.“ Diese Werte wolle man künftig gemeinsam mit Süssner vertreten.

Volt hatte nach Angaben in der Pressemitteilung bereits im Wahlkampf die Grüne OB-Kandidatin Britta Walthelm unterstützt. Süssner sagt: „Bei vielen Themen sehen wir große Übereinstimmungen – und wo unterschiedliche Meinungen bestehen, setzen wir beidseitig auf eine konstruktive Auseinandersetzung im Sinne unserer Bürger.“

Durch den Zusammenschluss vergrößert sich die Fraktion der Grünen im Nürnberger Rathaus wieder. Kurz nach Ostern hatten sich vier Stadträte aus der Grünen-Fraktion abgespalten – und die neue Grünliberale Fraktion gegründet. Cengiz Sahin, einer der Abweichler, machte kurz darauf wieder einen Rückzieher. Dennoch wären die Grünen ohne Süssner nur noch viertstärkste Kraft gewesen – nach der AfD.