Wegen „Cityline“ und Kerosin-Kosten

Lufthansa streicht 20.000 Flüge

22.04.2026 – 05:13 UhrLesedauer: 1 Min.

Flugzeuge der Lufthansa und der Lufthansa CityLine stehen am Flughafen München: Als Reaktion auf hohe Kerosinpreise legt die Lufthansa erste Flugzeuge still.Vergrößern des Bildes

Flugzeuge der Lufthansa und der Lufthansa CityLine stehen am Flughafen München: Als Reaktion auf hohe Kerosinpreise legt die Lufthansa erste Flugzeuge still. (Quelle: Sven Hoppe/dpa)

Der Lufthansa-Konzern baut sein Kurzstreckennetz drastisch um – 20.000 Flüge fallen weg, eine Regionaltochter wird aufgelöst. Was das für Reisende bedeutet.

Der Lufthansa-Konzern in streicht bis Oktober 20.000 Kurzstreckenflüge. Das entspreche einer Einsparung von rund 40.000 Tonnen Kerosin, dessen Preis sich seit Beginn des Iran-Krieges verdoppelt habe, teilte das Frankfurter Unternehmen mit. Ausgelöst wird das Programm auch durch das angekündigte Aus der Regionaltochter Cityline.

Mit den Anpassungen sinke die Zahl unwirtschaftlicher Kurzstreckenflüge, so der Konzern. Das Angebot soll über den Sommer über die sechs Drehkreuze Frankfurt, München, Zürich, Wien, Brüssel und Rom optimiert werden. Passagiere hätten so weiterhin Zugang zum weltweiten Streckennetz.

Die ersten 120 täglichen Flugstreichungen mit Wirkung bis Ende Mai wurden laut Lufthansa am Montag bereits umgesetzt. Die betroffenen Passagiere seien informiert worden.

Konkret entfallen die Verbindungen von Frankfurt nach Bydgoszcz und Rzeszow in Polen sowie nach Stavanger in Norwegen vorübergehend. Zehn weitere Verbindungen innerhalb des Konzerns sollen künftig über andere Flughäfen laufen, betroffen sind Heringsdorf, Cork (Irland), Danzig (Polen), Ljubljana (Slowenien), Rijeka (Kroatien), Sibiu (Rumänien), Stuttgart, Trondheim (Norwegen), Tivat (Montenegro) und Breslau (Polen).

Angesichts der Kapazitätsabsenkungen überarbeitet Lufthansa auch die mittelfristige Streckenplanung. Details sollen Ende April beziehungsweise Anfang Mai veröffentlicht werden. Für die im Sommerflugplan verbleibenden Flüge erwartet der Konzern eine „weitgehende stabile Treibstoffversorgung“.