Was gehört zu einem schönen Tag auf dem Stuttgarter Frühlingsfest 2026? Reichen 30 Euro pro Kopf aus, um einmal Riesenrad oder Geisterbahn zu fahren, sich an einem Stand im Dosenwerfen zu probieren und etwas zu essen und zu trinken? Diese Frage haben wir uns gestellt – und sind auf den Wasen gezogen, um den Praxis-Test zu machen. Und: Wir haben Ideen gesammelt, wie der Rummel günstiger geht.
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Am Samstag hat das 86. Stuttgarter Frühlingsfest begonnen. Wie finde ich mich zwischen Riesenrad und Autoscooter zurecht? Was kostet die Maß Bier? Und was, wenn was passiert?
Preisvergleich auf dem Wasen lohnt sich
Zum Mittag sind wir im Festzelt, denn der Mittagstisch ist günstiger als das Essen am Abend. Es gibt täglich wechselnde Gerichte, zum Beispiel Linsen mit Spätzle und Saitenwürstle oder Kartoffelküchle mit Ratatouille, jeweils für 11,90 Euro, allerdings ohne Getränk. Wir entscheiden uns für ein halbes Hähnchen mit einem alkoholfreien 0,4-Getränk für 16,50 Euro.
So gestärkt geht es zum Dosenwerfen. Vier Euro für drei Versuche mit drei Bällen und der Möglichkeit, ein Kuscheltier zu gewinnen. Da lohnt sich der Preisvergleich, denn an manchen Ständen kostet der Spaß fünf Euro. Unser Dosenwurf-Gewinn ist pinkfarben und sieht aus wie ein Pottmolch!
Ermäßigungen und besondere Events am Familientag
Jetzt sind noch 9,50 Euro übrig. Das heißt: entweder noch etwas Süßes kaufen oder eine Fahrt mit dem Riesenrad machen, inklusive Blick über das Festgelände, über Weinberge bis zum Fernsehturm. Übrig bleiben 1,50 Euro, die wir als Trinkgeld zum Beispiel am Toilettenhäuschen abgeben könnten.
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Bilanz des ersten Wochenendes
Stuttgarter Frühlingsfest: So viele Gäste kamen bisher
Die Veranstalter des Stuttgarter Frühlingsfests zeigen sich zufrieden mit dem ersten Festwochenende. Es seien mehr als 200.000 Besucherinnen und Besucher gekommen.
Am Familientag lässt sich für ein begrenztes Budget noch etwas mehr erleben. An den Buden und bei den Fahrgeschäften gibt es Ermäßigungen, es lohnt sich, auf die Aushänge zu achten. Es gibt auch Fahrgeschäfte für Kinder, zum Beispiel ein Etagenkarussell, eine Kinder-Achterbahn oder einen Mini-Autoscooter. Außerdem gibt es am Infopavillon ein kostenloses Familienprogramm mit Clowns, Glücksrad und Glitzer-Tattoos.
Der Besuch auf dem Frühlingsfest ist einfach teuer
Trotzdem: Was Spaß macht, kostet meistens Geld. Und auch, wenn man für 30 Euro pro Person schon viel erleben kann, ist das hochgerechnet auf eine vierköpfige Familie viel Geld. Oder, wie ein Paar mit einem Kind sagt, das wir auf dem Wasen treffen und das sich das Frühlingsfest nur an einem Tag leistet: „Es ist einfach schweineteuer.“ Aber den Spaß wollen sich die Besucher trotz der Preise nicht verderben lassen.