Für die insolvente ADV Augsburger Druck- und Verlagshaus GmbH wird jetzt nach Investoren gesucht. Dazu sei ein strukturierter Investorenprozess gestartet worden, teilt der vorläufige Insolvenzverwalter mit. Man analysiere derzeit intensiv die wirtschaftliche Situation, mögliche Lösungsoptionen für den Betrieb und koordiniere die Investorensuche. Parallel liefen auch schon Gespräche mit potenziellen Interessenten.
Von der Insolvenz des Druckhauses im Augsburger Stadtteil Lechhausen sind rund 100 Beschäftigte betroffen. Deren Insolvenzgeld ist für drei Monate durch die Arbeitsagentur gesichert. „Ziel ist es, eine Lösung zu finden, die den Geschäftsbetrieb fortführt und zugleich eine bestmögliche Perspektive im Sinne der Gläubiger ermöglicht“, erklärt der vorläufige Insolvenzverwalter Georg Jakob Stemshorn.
Preiswettbewerb und hohe Energie- und Materialkosten belasten die Druckbranche
Die ADV Augsburger Druck- und Verlagshaus GmbH ist ein Druckunternehmen mit einer über 175-jährigen Historie und spezialisiert auf Kataloge, Magazine, Mailings und Werbesendungen. Unter anderem belasteten ein intensiver Preiswettbewerb sowie gestiegene Kosten für Energie, Papier und Logistik die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens, heißt es. Weil eine geplante Zwischenfinanzierung nicht klappte, sei eine Liquiditätslücke entstanden, hieß es bei Bekanntwerden der finanziellen Schieflage. Das zuständige Insolvenzgericht ordnete daher Ende März die vorläufige Insolvenzverwaltung an.
Die Franz Schoder Druck GmbH & Co. KG am Standort Gersthofen ist von der Antragstellung nicht betroffen. Die beiden Unternehmen treten unter der Dachmarke „ADV Schoder – Druck verbindet“ gemeinsam nach außen am Markt auf, sind jedoch rechtlich unabhängig. Auch die ADV Mediendienste GmbH ist nicht in der vorläufigen Insolvenzverwaltung.
-
Andrea Wenzel
Icon Haken im Kreis gesetzt
Icon Plus im Kreis
-
Druckerei
Icon Haken im Kreis gesetzt
Icon Plus im Kreis
-
Verlagshaus
Icon Haken im Kreis gesetzt
Icon Plus im Kreis