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Berlin/Moskau/Astana (Kasachstan) – Es wäre ein neuer Schlag für Deutschlands Energieversorgung. Russland will nach Insider-Informationen ab dem 1. Mai die Durchfuhr von kasachischem Erdöl nach Deutschland stoppen. Betroffen ist ausgerechnet die wichtige Druschba-Pipeline – eine der zentralen Lebensadern für die Energieversorgung in Ostdeutschland. Ein angepasster Exportplan sei bereits an Deutschland und Kasachstan übermittelt worden.
Bislang fließt kasachisches Öl in großen Mengen über russisches Gebiet nach Deutschland – vor allem zur Raffinerie PCK in Schwedt im Nordosten Brandenburgs. Von dort werden weite Teile des Nordostens mit Benzin, Diesel und Heizöl versorgt. 2025 flossen über diese Route mehr als 2,1 Millionen Tonnen Öl – ein Plus von 44 Prozent im Vergleich zum Vorjahr! Nach dem Aus für russisches Öl ist Kasachstan für Deutschland zu einem der wichtigsten Ersatzlieferanten geworden.
Offiziell gibt sich Moskau ahnungslos: Kreml-Sprecher Dmitri Peskow (58) erklärte, er wisse nichts von einem Stopp. „Wir werden versuchen, das zu prüfen.“ Das russische Energieministerium reagierte zunächst gar nicht. Hinter den Kulissen wächst die Sorge: Sollte Russland den Transit wirklich stoppen, würde das Deutschlands mühsam aufgebaute Energie-Strategie empfindlich treffen.
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Beim Betreiber der Schwedter Raffinerie laufen bereits Prüfungen. Ein Sprecher von Rosneft Deutschland sagt: „Wir müssen prüfen, wie wir gegebenenfalls Ersatzlieferungen sicherstellen können, damit die PCK weiterhin voll produzieren kann.“ Immerhin: Noch sei die Lage nicht außer Kontrolle. „Es ist keine unlösbare Situation“, heißt es.
Klar ist aber: Ein dauerhafter Stopp hätte Folgen über Ostdeutschland hinaus. Denn die Pipeline durch Russland ist bislang der wichtigste Transportweg für kasachisches Öl nach Deutschland. Fällt sie weg, wird die Versorgung komplizierter und teurer.