Newsblog zum Krieg in Nahost
Iran greift Schiff in der Straße von Hormus an
Aktualisiert am 22.04.2026 – 08:29 UhrLesedauer: 32 Min.
Satellitenbild der Straße von Hormus (Archivbild): Die Meerenge ist derzeit weitgehend dicht und wird militärisch durch den Iran kontrolliert. (Quelle: IMAGO/Modis Team/Nasa Gsfc/imago)
Angriffe in der Straße von Hormus halten an. Gespräche zwischen den USA und dem Iran stehen möglicherweise kurz bevor. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Die Marine der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) hat am Mittwoch ein Containerschiff in der Straße von Hormus angegriffen. Das meldete die britische Behörde „United Kingdom Maritime Trade Operations“. Demnach ereignete sich der Vorfall 15 Seemeilen (etwa 28 Kilometer) nordöstlich des Oman.
Laut UKMTO griff ein Kanonenboot der IRGC das Schiff an und „verursachte schweren Schaden an der Brücke“. Die Besatzung sei wohlauf, Berichte über einen Brand oder eine Gefahr für die Umwelt liegen nicht vor.
Vor einer möglichen zweiten Verhandlungsrunde mit dem Iran in Pakistan verzögert sich US-Medienberichten zufolge die Abreise der US-Delegation um Vizepräsident JD Vance. Er hätte eigentlich am Morgen (Ortszeit Washington) zu einer möglichen weiteren Verhandlungsrunde mit dem Iran aufbrechen sollen, berichteten die „New York Times“ und der Sender CNN am Dienstagmittag. Stattdessen befinde sich Vance aber noch in Washington, um an weiteren politischen Besprechungen im Weißen Haus teilzunehmen, hieß es unter Berufung auf einen Regierungsbeamten.
„Axios“-Reporter Barak Ravid schrieb auf der Plattform X, dass sich auch der US-Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, noch in den USA befänden. Das Flugzeug, das sie am Vormittag von Miami nach Pakistan hätte bringen sollen, sei erst am Dienstagmittag abgehoben – und hätte sich auf den Weg nach Washington gemacht. Dort trafen laut CNN auch US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und US-Außenminister Marco Rubio im Weißen Haus ein.
Die „New York Times“ berichtete unter Berufung auf einen US-Beamten, dass die Reise von Vance nach Pakistan vorerst gestoppt worden sei, nachdem Teheran nicht auf die Verhandlungspositionen der USA reagiert habe. Ohne eine Antwort aus dem Iran sei der diplomatische Prozess faktisch unterbrochen, auch wenn die Reise nicht abgesagt worden sei, zitierte die Zeitung den Beamten. Die Reise könnte jederzeit wieder angesetzt werden, falls der Iran in einer Weise reagiert, die Trump für akzeptabel halte.
