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Teheran – Weitere Eskalation im Konflikt zwischen den USA und dem Iran! Das Mullah-Regime in Teheran hat seit Mittwochmorgen drei zivile Containerschiffe in der Straße von Hormus beschossen und zwei von ihnen sogar festgesetzt. Das iranische Staatsfernsehen behauptet, die Schiffe befänden sich in der Obhut der iranischen Revolutionsgarden und würden in den Iran gebracht. Demnach handele es sich bei den Frachtern um die MSC „Francesca“ und die „Epaminondas“.

Iranische Nachrichtenagenturen berichteten, bei dem dritten angegriffenen Schiff handele es sich um die „Euphoria“. Demnach sei das Schiff vor der iranischen Küste „gestrandet“, ohne dies näher zu erläutern.

Attacken eine Reaktion auf Trumps Zeitspiel?

Der Beschuss und die Beschlagnahmungen sind ein Hochschaukeln des Konflikts durch die iranische Führung. Die Attacken der paramilitärischen Revolutionsgarden sollen offenbar eine Reaktion auf ein Zeitspiel von Donald Trump (79) sein. Der US-Präsident verlängerte den Waffenstillstand, der am Mittwoch um 20 Uhr (Ortszeit Washington) ablaufen sollte, zwar „auf unbestimmte Zeit“. Gleichzeitig platzte eine für Mittwoch geplante Verhandlungsrunde in Pakistan.

Trump-Vize JD Vance (41) sollte Dienstag eigentlich nach Islamabad abfliegen, doch die „Air Force Two“ blieb am Boden. Auch die Iraner rührten sich nicht. Das diplomatische Chaos wurde auch durch widersprüchliche Aussagen von Trump weiter angeheizt: Immer wieder behauptet er, Teheran sei militärisch besiegt und habe keine Wahl außer einem Deal.

Ein Archivbild der „Epaminondas“

Ein Archivbild der „Epaminondas“

Foto: Vesselfinder

Nach dem Schiff-Beschuss ist jetzt klar: Die Straße von Hormus bleibt das zentrale Druckmittel der Mullahs gegenüber Trump! Die Weltwirtschaft leidet unter der durch die Blockade ausgelösten Energie-Krise, Mittwoch stiegen Papiere auf steigende Ölpreise, sogenannte Futures, kurzfristig um bis zu 100 Dollar pro Barrel.

So lief der Kanonen-Krimi um die Container-Schiffe

Nach Angaben des britischen Militärzentrums United Kingdom Maritime Trade Operations (UKMTO) soll sich der erste Angriff um 7.55 Uhr Ortszeit ereignet haben. Demnach habe ein Patrouillenboot der Revolutionsgarden das Containerschiff vor Schussabgabe nicht kontaktiert. Es habe durch den Beschuss „schwere Schäden“ erlitten.

Auch die „Euphoria“ wurde von den Revolutionsgarden attackiert

Auch die „Euphoria“ wurde von den Revolutionsgarden attackiert

Foto: VesselFinder

Dann meldete die UKMTO den Beschuss eines weiteren Containerschiffs in der Straße von Hormus. Laut der Schiffstracking-Website Live-AIS.com handelte es sich um die MSC „Francesca“, einem Containerschiff unter der Flagge Panamas. Sie ist 363,57 Meter lang und 45,66 Meter breit.

Offenbar kam es kurz nach der Attacke auf die „Francesca“ auch zum Beschuss der „Epaminondas“, einem griechischen Containerschiff unter der Fahne Liberias. Beide Schiffe hielten sich wohl nicht weit entfernt voneinander auf.