Bielefeld (he). Im Klinikum Bielefeld ist am Montag, 20. April, ein medizinischer Schritt gelungen, der vielen Herzpatienten Mut machen dürfte: Als erstes Krankenhaus in Deutschland haben Ärzte dort eine neue, besonders kleine Defibrillator-Elektrode eingesetzt. Der Eingriff verlief erfolgreich.
Was kompliziert klingt, kann für Betroffene im Ernstfall lebenswichtig sein. Die winzige Elektrode gehört zu einem implantierten Gerät, das Herzrhythmusstörungen erkennt und das Herz wieder in den richtigen Takt bringen kann. Solche Störungen können unbehandelt zu einem plötzlichen Herztod führen.
Das Besondere an der neuen Technik: Die Elektrode ist deutlich dünner als bisherige Modelle – nur etwa 1,5 Millimeter breit. Dadurch lässt sie sich schonender einsetzen und belastet die Blutgefäße weniger. Für Patienten bedeutet das laut einer Mitteilung des Klinikums vor allem weniger Risiken. So sinke die Wahrscheinlichkeit, dass Blutgefäße verengt oder Herzklappen beeinträchtigt werden.
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„Maßgeblicher Entwicklungsschritt für unsere Patienten“
Der erste Einsatz fand jetzt in der Universitätsklinik für Kardiologie und Internistische Intensivmedizin statt. Durchgeführt wurde der Eingriff von Oberarzt Frank-Holger Güldner, Leiter der Rhythmuschirurgie. Klinikdirektor Christoph Stellbrink ist stolz auf den erfolgreichen Eingriff und den Einsatz der modernen Technik: „Diese neue Elektrode ist ein maßgeblicher Entwicklungsschritt für unsere Patientinnen und Patienten.“ Sie ermögliche künftig noch präzisere Behandlungen und verspreche zudem eine lange Haltbarkeit.
In Aktion: Das Team der Universitätsklinik für Kardiologie und Internistische Intensivmedizin, wie es erstmals die OmniaSecure-Defibrillationselektrode einsetzt.
| © Klinikum Bielefeld
Dass die Premiere ausgerechnet in Bielefeld stattfindet, zeigt die Bedeutung des Klinikums für die Stadt, die Region und auch über Ostwestfalen hinaus. Hier werden jedes Jahr zehntausende Menschen stationär und ambulant behandelt. Nun gehört die Stadt auch bei moderner Herzmedizin zur ersten Liga in Deutschland: Wer auf einen Defibrillator angewiesen ist, kann künftig auf eine schonendere und modernere Versorgung hoffen – direkt vor Ort in Bielefeld.
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