Fünf Projekte hatte die Stadt in Berlin zur Förderung angemeldet. Nun ist klar, dass sie mit dem Stadion in Wörth zum Zuge kommt. 1,5 Millionen Euro gibt’s für die Sanierung.

Auf diese Nachricht hat man im Rathaus sehnsüchtig gewartet. Wie der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Gebhart mitteilt, erhält die Stadt Wörth für die Sanierung des Stadions im Ortsbezirk Wörth knapp 1,574 Millionen Euro vom Bund. Dies hat der Haushaltsauschuss des Bundestages am Mittwoch beschlossen.

Für fünf Projekte hat die Stadt Ende 2025 beim Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) Anträge auf Förderung aus dem Programm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ gestellt. Neben dem Stadion in Wörth stehen die Sanierung der Rheinhalle in Maximiliansau, der Bau eines Kunstrasenplatzes auf dem Sportgelände in Büchelberg sowie die Sanierung der Naturrasenplätze in Maximiliansau und Schaidt auf der Liste.

Förderprogramm 21-fach überzeichnet

„Es ist nicht zu erwarten, dass wir mit allen Projekten zum Zuge kommen“, hatte Bürgermeister Steffen Weiß (FWG)bereits Ende Januar in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Bauen gesagt. Denn da stand fest, dass das Förderprogramm 21-fach überzeichnet war. Im September 2025 hatte der Bund angekündigt, für die bröckelnde Sportinfrastruktur in der Republik eine Milliarde Euro locker machen zu wollen. Das Programm ist über vier Jahre und mehrere Förderrunden angelegt. Im Topf der ersten Förderphase liegen 333 Millionen Euro, dafür gab es 3600 Interessenbekunden. Rund 7,5 Milliarden Euro wären erforderlich, um alle Sanierungen umsetzen zu können. Allein aus Rheinland-Pfalz wurden Anträge mit einem Volumen von 440 Millionen Euro eingereicht.

Thomas Gebhart besuchte im März gemeinsam mit Bürgermeister Weiß und dem ersten Beigeordneten Peter Pfaff (CDU) das Stadion Wörth, um sich vor Ort ein Bild vom Zustand des Stadions gemacht. Dabei sei klar geworden, dass eine Sanierung des Stadions dringend geboten sei. Das Stadion wird sowohl von den beiden Wörther Grundschulen als auch von drei weiterführenden Schulen als Sportanlage genutzt. Zudem trainieren die Aktiven der beiden Fußballvereine FC Bavaria und FC Inter, des Radsportclubs sowie die Leichtathleten des Turnvereins auf der Anlage.

Geld ab August abrufbar

Das Stadion ist in mehrfacher Hinsicht sanierungsbedürftig. „Die Drainage des Platzes funktioniert nicht mehr richtig. Die Kunststoffflächen sind beschädigt, die Rasenfläche ist erneuerungsbedürftig. Auch das Flutlicht und die Weitsprunganlage müssen erneuert werden“, erläutern Steffen Weiß und Peter Pfaff den Sanierungsbedarf. „Die Bundesmittel für die Sanierung des Stadions Wörth sind gut angelegt“, findet Gebhart. „Zahlreiche Kinder und Jugendliche sowie Erwachsene haben künftig wieder die Chance, gute und zeitgemäße Trainingsbedingungen vorzufinden.“

Der Abruf der nun bewilligten Mittel ist laut BMWSB ab August geplant. Voraussichtlich noch in diesem Jahr wird es die nächste Förderphase geben, für die erneut 333 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Hinzu kommen weitere 250 Millionen Euro, die ausschließlich für die Sanierung von Schwimmbädern bereitgestellt werden.