Hamburgs Sportinfrastruktur bekommt eine kräftige Finanzspritze vom Bund: Im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ fließen fast sieben Millionen Euro in die Stadt. Neun Projekte im gesamten Stadtgebiet profitieren davon – darunter Sportplätze und Turnhallen. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat die Mittel am Mittwoch genehmigt.

Das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ ist Teil der sogenannten Sportmilliarde, die 2025 im Koalitionsvertrag der Bundesregierung vereinbart wurde. Die erste Förderrunde umfasst insgesamt 333 Millionen Euro. Davon fließen 6,8 Millionen Euro in neun Projekte in Hamburg.

Die Mittel stammen aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität. Sie sollen Kommunen gezielt bei der Sanierung und Modernisierung von Sportstätten im Amateur- und Breitensport unterstützen. Der Bund übernimmt dabei bis zu 45 Prozent der Kosten einzelner Projekte – und entlastet damit den Hamburger Haushalt.

Von Eimsbüttel bis Bergedorf: Diese Sportstätten in ganz Hamburg profitieren

Gefördert werden Sportstätten im gesamten Hamburger Stadtgebiet: das Sportfunktionsgebäude Fährstraße in Wilhelmsburg, der Kunstrasenplatz Krusestraße in Bergedorf, die Sporthalle Billstedt in Hamburg-Mitte, die Kunstrasenplätze an der Simrockstraße in Altona, die Sporthalle Borsteler Chaussee in Hamburg-Nord, die Außenanlage des Gymnasiums Buckhorn in Wandsbek, die Umkleidekabinen des SC Condor in Wandsbek, die Sportanlage Barmwisch in Wandsbek sowie die Sportfreianlage am Lokstedter Steindamm in Eimsbüttel.

Die SPD-Bundestagsabgeordneten Aydan Özoğuz (Wandsbek) und Falko Droßmann (Hamburg-Mitte) hatten sich innerhalb der Fraktion für die Förderung eingesetzt und begrüßen den Beschluss. „Diese Investitionen sind ein starkes Signal für meinen Wahlkreis. Sie kommen direkt bei den Menschen an – in unseren Sportvereinen und Schulen“, erklärte Özoğuz. Auch Droßmann zeigte sich zufrieden: „Die Vereine vor Ort brauchen verlässliche und sichere Bedingungen für Training und Spielbetrieb.“

Dressel: Förderung kommt zur richtigen Zeit

Auch Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel zeigt sich erfreut über den Haushaltsbeschluss: „Diese Bundesförderung kommt zur richtigen Zeit: Hamburg investiert konsequent in seine Sportinfrastruktur – und diese Mittel helfen uns, das mit noch mehr Schlagkraft zu tun.“

In einer Mitteilung betont er, dass gute Sportstätten die Grundlage für den Breitensport und die Vereine seien – und zugleich Voraussetzung für Hamburgs Ambitionen als Sportmetropole. Damit dürfte er auch auf eine mögliche Olympiabewerbung anspielen: Der Beschluss könnte die Stadt als Austragungsort attraktiver machen.

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Weitere Förderrunden sind für 2027 und 2028 geplant. Insgesamt sollen bis zu eine Milliarde Euro an Bundesmitteln in die Modernisierung und Sanierung von Breitensportanlagen fließen. (kla)