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Zu Weihnachten brannte der Baum. Da war Dynamo Dresden mit vier Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz Tabellenletzter. In der Rückrunden-Tabelle liegen die Sachsen auf einem starken 4. Platz der 2. Liga. Zwar ist trotz des 2:0 gegen Bochum der Klassenerhalt noch nicht sicher. Aber ein weiteres Jahr Zweitklassigkeit würde sich nicht nur aus sportlicher Sicht lohnen.
Denn Dynamo winkt beim Klassenerhalt auch mehr Geld. Im Vergleich zur 3. Liga kassiert Dresden ohnehin rund 5,8 Millionen Euro mehr Fernsehgeld. Aber auch in der Rangliste der Zweitligisten würden die Sachsen aller Voraussicht nach einen Satz vom letzten auf den 16. Platz machen. Dabei sind sie allerdings auch von der Konkurrenz abhängig und von der Frage, welche Mannschaften aus Bundesliga und 3. Liga dazukommen und welche Teams in der 2. Liga bleiben. So wäre es für Dynamo beispielsweise besser, wenn Rostock nicht aufsteigt und stattdessen Osnabrück, Cottbus oder Essen hochgehen. Realistisch betrachtet würde das TV-Geld leicht steigen – im sechsstelligen Bereich.
Mehreinnahmen darf Finanz-Geschäftsführer Stephan Zimmermann (38) auch bei Sponsoren erwarten. Im Vergleich zur 3. Liga bekommen die Dresdner rund drei Mio. Euro mehr in der 2. Liga.
Und: Mit dem Ligaverbleib steigen auch die Marktwerte der Spieler. Dynamo möchte unter dem neuen Sport-Boss Sören Gonther (39) auch vermehrt Transfererlöse generieren, indem junge Spieler entwickelt werden. Das könnte sich schon in diesem Sommer auszahlen. Denn Mittelfeldspieler Kofi Amoako (20) hat sich in der Rückrunde auf so gutem Niveau stabilisiert, dass er in den Blick von Bundesligisten geraten ist. So haben ihn Union Berlin und der Hamburger SV auf der Wunschliste. Auch Wolfsburg denkt im Falle eines Abstiegs an eine Rückholaktion.
Denn vom VfL war der U20-Nationalspieler im vergangenen Sommer nach Dresden gekommen. Für nur 300 000 Euro Ablöse. Laut transfermarkt.de liegt sein Marktwert nun bei zwei Mio. Euro. Tatsächlich würde wohl noch mehr Geld bei einem Transfer fließen, von dem aber auch 200 000 Euro nach Wolfsburg weitergereicht werden müssten.
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Quelle: BILD21.04.2026
TV, Sponsoren, Transfers – Einnahmen, die Dynamo dringend braucht. Denn bei einem fast immer ausverkauften Stadion sind bei den Tickets keine Steigerungen drin. Und: Nach den Ausschreitungen gegen Hertha plant der Verein, das Stadion etwas umzubauen und mehr Plätze unbesetzt zu lassen, um eine Wiederholung der hässlichen Szenen zu verhindern. Beides kostet Dynamo ebenso Geld wie die Strafen, die vom DFB noch ausgesprochen werden.