Kurz vor dem Start eines Hamburger Musikfestivals gibt es politischen Wirbel: Ein geplanter Auftritt sorgt für heftige Kritik.

Der geplante Auftritt der palästinensischen DJ Sama’ Abdulhadi beim Habitat-Festival in Hamburg, das am 18. und 19. Juli auf dem Gelände des MS Artville in Wilhelmsburg stattfindet, steht in der Kritik. Felix Klein, Antisemitismusbeauftragter der Bundesregierung, fordert die Veranstalter auf, die Einladung zu überdenken.

Klein sieht zunehmende Problematik im Kulturbereich

Hintergrund sind Social-Media-Beiträge der Künstlerin, in denen sie den Angriff der Hamas vom 7. Oktober 2023 als „palästinensischen Widerstand“ bezeichnet haben soll. Gegenüber Zeitungen der Funke Mediengruppe sagte Klein, Abdulhadi vertrete ein „hochgradig polarisierendes, antisemitisches Weltbild“. Die Festivalverantwortlichen müssten „ein deutliches Zeichen gegen Hass und Hetze setzen“.

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Grundsätzlich sieht Klein eine zunehmende Problematik im Kulturbereich. Es bereite ihm „große Sorge“, wenn Künstler ihre Reichweite nutzten, um Feindbilder oder Hassbotschaften zu verbreiten – gerade in der Festival- und Clubszene müsse es klare Grenzen geben.

Die Veranstalter des Habitat-Festivals haben sich bislang nicht öffentlich geäußert. Ob der Auftritt wie geplant stattfinden wird, ist derzeit unklar.