Im Duisburger Zoo zieht mal wieder ein Koala ein: Das Koalaweibchen „Kiri“ kommt aus dem Zoo Dresden an den Kaiserberg und soll dort künftig Teil des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms für die bedrohte Tierart werden. Das teilte der Zoo nun mit.
Gleichzeitig verlässt das in Duisburg geborene Koalamännchen Kamaroo den Zoo und wird nach Dresden abgegeben. Auch der Austausch zwischen den Zoos ist Teil des Zuchtprogramms.
Kiri ist noch nicht sofort für die Besucher zu sehen
Nach Angaben des Duisburger Zoos soll Kiri zunächst in einem abgetrennten Bereich der Anlage untergebracht werden, um sich langsam an die neue Umgebung zu gewöhnen. Erst danach soll sie schrittweise auch für die Besucher zu sehen sein. Ein Pfleger aus Dresden begleitet den Transport und die erste Eingewöhnungsphase, heißt es.
Kamaroo hingegen wurde in Duisburg geboren und auch hier im Zoo aufgezogen. Mit dem Wechsel nach Dresden soll er dort künftig zur weiteren Zucht eingesetzt werden.
Der Abschied von Kamaroo fällt dem Team nicht leicht. Das Männchen, das im Zoo Duisburg geboren wurde, hat sich in den vergangenen Jahren zu einem charakterstarken Tier entwickelt.
Koalas gelten immer noch als stark gefährdete Art
„Kamaroo ist bei uns aufgewachsen und hat sich prächtig entwickelt“, sagt Revierleiter Florian Thaller. „Dass er nun weiterzieht, zeigt aber auch, dass unsere Zuchtarbeit funktioniert. Genau darum geht es im Erhaltungszuchtprogramm.“ Gleichzeitig sei der Zoo natürlich froh, dass die Koalas nun weitere Gesellschaft erhalten.
Koalas gelten als gefährdet. Vor allem der Verlust von Lebensraum, Klimafolgen und Buschbrände haben in den vergangenen Jahren zu einem Rückgang der Bestände in Australien geführt. Zoos beteiligen sich mit koordinierten Zuchtprogrammen und Forschung an internationalen Erhaltungsmaßnahmen.
Der Zoo Duisburg hält seit den 1990er-Jahren mehrere Koalas und gehört zu den wenigen europäischen Einrichtungen überhaupt, in denen die Tierart noch regelmäßig nachgezüchtet wird.