Dass das Klavier-Festival Ruhr seine Fühler und Antennen ins Rheinland ausstreckt, ist keine geografische Absurdität, sondern seit vielen Jahren eine liebe Tradition. Auch in diesem Jahr wird das so sein: Am 7. Mai startet der weltweit vermutlich bedeutendste Piano-Konzertmarathon seine 38. Ausgabe. Bis 21. Juli sind bei 60 Konzerten international renommierte Pianistinnen und Pianisten sowie junge Talente in 17 Städten des Ruhrgebiets und angrenzenden Metropolen zu erleben. In Düsseldorf sind im Rahmen des Festivals vier Konzerte angesetzt.

Den Auftakt macht am 11. Mai im Robert-Schumann-Saal im Kunstpalast ein Kammermusikabend mit dem Pianisten Fabian Müller und der Geigerin Bomsori Kim. Auf dem Programm stehen zwei Violinsonaten von Ludwig van Beethoven (A-Dur, op. 12 Nr. 2 und c-Moll, op. 30 Nr. 2), Maurice Ravels „Oiseaux tristes“ und „Alborada del gracioso“ aus dem Zyklus „Miroirs“ sowie Johannes Brahms’ dritte Violinsonate in d-Moll, op. 108.

Am 10. Juni folgt in der Tonhalle Düsseldorf ein Duoabend mit Igor Levit und Markus Becker, die beide bei Karl-Heinz Kämmerling in Hannover ausgebildet wurden. Gespielt werden Johann Sebastian Bachs „Goldberg-Variationen“ in einer Bearbeitung für zwei Klaviere, die auf Arrangements von Josef Rheinberger und Max Reger zurückgehen.

Am 22. Juni ist die Pianistin Imogen Cooper im Robert-Schumann-Saal zu hören. Ihr Soloprogramm kombiniert Franz Schuberts Impromptus (D 899 und D 935) mit Ludwig van Beethovens „Bagatellen“ op. 33. Die 76-jährige Pianistin beendet ihre Bühnenkarriere und gibt in diesem Konzert ihr letztes Solo-Recital in Deutschland.

Den Düsseldorfer Abschluss bildet am 18. Juli ein Klavierabend mit Nobuyuki Tsujii, ebenfalls im Robert-Schumann-Saal. Sein Programm umfasst ausgewählte Lyrische Stücke von Edvard Grieg, Nocturnes sowie Andante spianato et Grande Polonaise brillante von Frédéric Chopin, dazu Werke von Claude Debussy und Peter Tschaikowskis „Nussknacker“-Suite in der Klavierfassung von Mikhail Pletnev.