
Ein Sonderbeauftragter von US-Präsident Trump will laut einem Medienbericht das Team des Iran bei der WM 2026 mit dem in der Qualifikation gescheiterten viermaligen Weltmeister Italien ersetzen.
Im ersten Moment klingt es wie ein skurriler Witz aus einer Folge der Zeichentrickserie „Die Simpsons“: Ein US-amerikanischer Sonderbeauftragter schlägt vor, anstelle des Iran, dessen Teilnahme an der WM wegen des Krieges mit den USA in den vergangenen Wochen immer wieder infrage gestellt wurde, durch den in der Qualifikation gescheiterten viermaligen Weltmeister Italien zu ersetzen.
Der Name des Sonderbeauftragten: Paolo Zampolli, enger Trump-Freund seit Jahrzehnten mit italienischen Wurzeln. „Ich kann bestätigen, dass ich Trump und (FIFA-Präsident Gianni) Infantino vorgeschlagen habe, dass Italien den Iran bei der WM ersetzt“, sagte Zampolli, wie die „Financial Times“ berichtet.
Vereinigte Arabische Emirate wären logischer Nachrücker
Doch der vermeintliche Witz ist zumindest den Regularien zufolge nicht völlig aus der Luft gegriffen: Sportlich logisch wäre es, würde für den Iran ein anderes Team aus dem asiatischen Verband nachrücken. Asien stehen acht feste Startplätze bei der WM zu. Der Ersatz für Iran wären in diesem Fall die Vereinigten Arabischen Emirate, die in der letzten kontinentalen Playoff-Runde an WM-Teilnehmer Irak scheiterten.
Bestätigt ist ein solches Vorgehen allerdings nicht. Die Regularien des Turniers geben der FIFA freie Hand bei der Auswahl eines Ersatzteams. Dieses könnte theoretisch auch von jedem anderen Kontinent kommen.
Infantino: Iran „auf jeden Fall“ dabei
FIFA-Präsident Infantino hatte zuletzt aber bekräftigt, dass der Iran „auf jeden Fall“ an der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer teilnehmen werde. „Die iranische Mannschaft kommt ganz sicher“, sagte Infantino auf dem „Invest in America Forum“ des Fernsehsenders „CNBC“. Er betonte, wie wichtig die Teilnahme des Landes an der WM sei.
Die drei Vorrundenspiele des Irans gegen Belgien, Neuseeland und Ägypten sind in Seattle und nahe Los Angeles geplant. Den Wunsch des Irans, die Spiele nach Mexiko zu verlegen, hatte die FIFA abgelehnt. Die Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko beginnt am 11. Juni und dauert bis zum 19. Juli.