Im Prozess um den Mord an der Dreifachmutter Nina H. aus Haunstetten ist dem Vorsitzenden Richter Michael Eberle unlängst der Geduldsfaden gerissen. Eberle ertrug die vagen Antworten und angeblichen Erinnerungslücken eines Zeugen nicht länger. Dieser solle die Mittagspause nutzen, um nochmal alles zu rekapitulieren. Der Richter senkte die Stimme gefährlich leise. „Sonst könnte ihnen der Staatsanwalt auch ein Quartier anbieten…“, sagte er vielsagend zu dem Mann vor sich. „Ich bin überzeugt, dass sie uns ein bisschen anlügen.“ Bei dem Zeugen handelte es sich um Marco M. (Name geändert), einen Freund des Angeklagten Gino F. Eines aber gab der Freund bei seiner Vernehmung gleich zu.