Halle. Am 5. Mai ist Tag des Lokaljournalismus (TDL). Ein Anlass, der auf den ersten Blick unscheinbar wirkt, schließlich erscheinen Lokalzeitungen wie das Haller Kreisblatt jeden Tag, berichten über Stadtratssitzungen, Baustellen, Vereinsleben oder auch die kleinen Geschichten am Rande. Doch gerade in einer Zeit, in der Informationen jederzeit und überall verfügbar scheinen, lohnt sich ein Blick darauf, warum Lokaljournalismus unverzichtbar ist.
„Unsere Relevanz hat sogar gerade Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erst wieder festgestellt“, sagt HK-Chefredakteurin Nicole Donath. „Der erklärte nämlich in dieser Woche: Lokaljournalismus ist nicht nice to have. Er ist vielmehr eine der Säulen, die die offene Gesellschaft der Demokratie trägt und stabil hält. Lokalzeitung ist im besten Sinne ein Stück Heimat – mit einem besonderen Verhältnis zu ihren Leserinnen und Lesern. Was die Lokalzeitung berichtet, lässt sich fast immer an Ort und Stelle auf seinen Wahrheitsgehalt überprüfen. Reporter und Redakteure, die zu haltlosen Übertreibungen neigen, müssen damit rechnen, schon am nächsten Morgen beim Bäcker zur Rede gestellt zu werden. Dieses Vertrauen ist ein hohes Gut. Mehr: Das Lokale ist – weil leicht und von vielen überprüfbar – eine kleine, aber wichtige Bastion gegen das Postfaktische.“
Das Haller Kreisblatt beteiligt sich in Kooperation mit der Neuen Westfälischen am Tag des Lokaljournalismus mit mehreren Aktionen in OWL. So lädt die NW-Chefredaktion unter dem Titel „Unsere Stadt – wer entscheidet eigentlich und wer schaut hin?“ zu einem Debattenabend in die Bielefelder Stadtbibliothek. Ab 18 Uhr diskutieren am Dienstag, 5. Mai, fünf Experten zu diesem Thema. Wer dabei sein möchte: Karten gibt es in den NW-Geschäftsstellen oder unter nw.de/events. Der Eintritt ist frei.
Die HK-Redaktion lädt zum virtuellen Rundgang ein
Die HK-Redaktion hat für ihre Leserinnen und Leser sowie alle weiteren Interessierten ein digitales Projekt vorbereitet. Zum Tag des Lokaljournalismus werden Videos mit Statements der Redakteurinnen und Redakteure sowie ein virtueller Rundgang durch die Redaktion veröffentlicht. Darüber hinaus zeigt das Haller Kreisblatt die ganze Woche über, wie die Geschichten entstehen, was Lokalzeitung bewirken kann und was geschehen würde, wenn es sie nicht gäbe. „Ohne diese Form der Öffentlichkeit würde ein wichtiger Teil demokratischer Kontrolle fehlen“, betont Nicole Donath.
Darüber hinaus bedeutet Lokaljournalismus Nähe. Er kennt die Orte und die Personen, über die er berichtet, und ebenso die Menschen, die dort leben. Wenn in Halle über die Erweiterung eines Unternehmens diskutiert wird, wenn in Steinhagen Hunderte Arbeitsplätze abgebaut werden oder ein Versmolder Sportverein aufsteigt, dann ist es das Team der HK-Lokalredaktion, das die Hintergründe liefert, Stimmen einfängt und Entwicklungen einordnet. Und das ist mehr als reine Information. Es ist Orientierung im direkten Lebensumfeld.
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So erreichen Sie uns
Leserinnen und Leser selbst ein unverzichtbarer Teil dieses Systems. Viele Geschichten beginnen mit einem Hinweis aus der Bevölkerung: einer Beobachtung, einem Missstand, einer Idee. Lokaljournalismus lebt vom Austausch.
Wer etwas sieht, das öffentlich gemacht werden sollte, wer Entwicklungen hinterfragt oder Themen anstoßen möchte, kann und sollte sich an die Redaktion wenden. Gute Berichterstattung entsteht nicht im luftleeren Raum, sondern im Dialog mit den Menschen vor Ort.
Wenn Sie mit dem Haller Kreisblatt in Kontakt treten wollen, finden Sie hier eine Übersicht, wie das am einfachsten klappt.