
Für einen Beitrag in den sozialen Medien über Fußball-Trainerin Marie-Louise Eta hat RB Leipzig reichlich Kritik kassiert. Am Wochenende spielt Leipzig gegen Etas neuen Verein, Union Berlin, in der Bundesliga.
Zunächst hatte Union einen Beitrag auf X veröffentlicht, der auf den Stadionbesuch beim ungeliebten Konkurrenten hinwies. Der Text dazu lautete: „Also an Leipzig selbst liegt’s ja nicht – schon ne schöne Stadt …“.
Daraufhin reagierten die Sachsen mit einer Collage, die Eta mit RB-Spielern und Ex-Trainer Marco Rose zeigten. Dazu der Text: „Eure Cheftrainerin fand nicht nur die Stadt ganz schön …“. Auch auf Instagram wurde das Bild veröffentlicht, allerdings mit einem anderen Text.
Leipzig verweist auf Etas eigenes Bild
In den Kommentarspalten warfen Nutzer den Leipzigern daraufhin Sexismus vor. Dies wies der Club zurück. „Sexismus hat bei RB Leipzig keinen Millimeter Platz. Wir freuen uns sehr auf die Rückkehr von Marie-Louise Eta, die 2022 bei RB Leipzig hospitiert und ihre Zeit im Club anschließend in einer Foto-Collage auf Social Media dokumentiert hat“, teilte RB Leipzig auf Anfrage mit und erklärte: „Diese Collage haben wir nun erneut – mit einem Verweis auf ihre schöne Zeit in Leipzig und als Reaktion auf einen vorherigen Union-Post – veröffentlicht.“ Auf den von den Nutzern kritisierten Text ging der Bundesligist nicht ein.
Eta hatte die Bilder am 1. Januar 2023 in ihrem Jahresrückblick auf Instagram veröffentlicht. Zudem erklärte der sächsische Bundesligist, dass Frauen bei ihm diverse Führungspositionen innehätten. Union wollte den X-Beitrag von RB Leipzig nicht kommentieren. Am Freitag treffen beide Mannschaften in Leipzig aufeinander. Union und RB sind sich seit Jahren in tiefer Abneigung verbunden.
Im Rahmen ihrer Pro-Lizenz-Ausbildung hatte Eta Ende 2022 bei RB hospitiert und dem damaligen Trainer Rose über die Schulter geschaut. Etas Mann Benjamin arbeitet als Trainer der Leipziger U20-Frauenmannschaft.
Seit ihrer Beförderung zur ersten Cheftrainerin in der Männer-Bundesliga wird Eta im Netz mit sexistischen Kommentaren konfrontiert.