In Nürnberg wird es keine Magnetschwebebahn geben. Darauf haben sich CSU und SPD im Rathaus geeinigt. Das sagten die Vorsitzenden der beiden Fraktionen bei der Vorstellung ihres Kooperationsvertrags.

Ursprünglich gab es die Überlegung, eine Magnetschwebebahn als Verlängerung der Straßenbahn in den Stadtteil Langwasser zu bauen. Es ging um eine etwa vier Kilometer lange Strecke, die von der Bauernfeindstraße im Süden der Stadt zum Messegelände und weiter zum Klinikum Süd geführt hätte.

Ausbau der Straßenbahn statt neuer Magnetschwebebahn

Die CSU hatte den Plan der Magnetschwebebahn befürwortet. Eine Machbarkeitsstudie hatte ergeben, dass der Bau technisch möglich sei. Allerdings wurde der Nutzen des magnetischen Transportsystems für den Verkehr als gering eingeschätzt. Die SPD sprach sich gegen die Bahn aus und setzte sich damit in den Verhandlungen durch.

Stattdessen soll nun die Straßenbahn bis zum Klinikum Süd in Langwasser verlängert werden. Die hochgerechneten Baukosten seien mit jeweils rund 70 Millionen Euro ähnlich hoch wie der Bau der Magnetschwebebahn, hieß es Anfang vergangenen Jahres.

Demoanlage auf dem Nürnberger Messegelände

Im Straßenverkehr von Nürnberg wird in Zukunft keine Magnetschwebebahn unterwegs sein. Lediglich eine Demonstrationsanlage für die Magnetschwebebahn, die der Neumarkter Baukonzern Max Bögl entwickelt hat, ist auf dem Gelände der NürnbergMesse noch im Gespräch.