Da ist noch etwas Geduld gefragt. Der genaue Zeitpunkt im Freiland hängt vom Wetter, der Lage der Felder und der Erdbeersorte ab. Der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer schätzt, dass voraussichtlich ab Mitte Mai im Freiland die Ernte bei den kommerziellen Anbietern beginnt. So geht auch der Hof Mertin davon aus, dass es auf den eigenen Feldern für Selbstpflücker Mitte Mai losgehen kann. Bei anderen Betrieben kann es auch der Juni sein.
Im kommerziellen Anbau gebe es bis zu 20 Erdbeersorten – frühe, mittlere und auch späte, erklärt der Provinzialverband. Bei einigen Sorten stehe eher die Haltbarkeit im Vordergrund. Andere Sorten gebe es hingegen nur beim Erzeuger. Die seien etwas weicher und oft auch geschmacksintensiver.
An den Verkaufsständen am Feldrand werden dann die Früchte gewogen, die die Selbstpflücker zuvor auf den dafür ausgewiesen Feldern geerntet haben. Laut Provinzialverband kann es je nach den Erfahrungen des Landwirtes unter Umständen auch vorkommen, dass einzelne Betriebe Eintritt auf das Feld nehmen, um den Direktverzehr während des Pflückens zu kompensieren.
Das Erlebnis bei schönem Wetter auf dem Feld kann im Vordergrund stehen. Gerade für Familien kann das Pflücken ein Wochenendausflug sein. Für manche ist ein günstiger Preis der Punkt. „Wenn das Wetter schön ist, ist das ein kleines Freizeitevent“, beschreibt Kristina Mertin. Die Leute kämen raus aufs Feld und könnten Geld sparen. Für das Pflücken fallen keine Personalkosten an. Zudem suchen sich die Pflücker die Früchte aus, die ihnen gefallen, ob groß oder klein.
Da kann genaues Hinschauen wie bei der Suche nach reifen Früchten auf Feld gefragt sein. Der Provinzialverband bittet eine Übersicht von Höfen, die ihr Obst und Gemüse selbst vermarkten, also direkt vor Ort auch etwa in Hofläden anbieten. Unter https://www.provinzialverband.de/direktvermarkter-suchen können die Betriebe nach Postleitzahl sortiert werden. Was der jeweilige Hof anbietet, ob Eier, Kartoffeln oder auch Erdbeeren, kommt beim nächsten Klick.