Ausflugstipp für Kölner

Hier entdecken Besucher das „Atlantis NRWs“

Aktualisiert am 23.04.2026 – 23:04 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Große Dhünntalsperre von oben: Der Stausee im Bergischen Land ist das zweitgrößte Trinkwasserreservoir Deutschlands.Vergrößern des Bildes

Die Große Dhünntalsperre von oben: Der Stausee im Bergischen Land ist das zweitgrößte Trinkwasserreservoir Deutschlands. (Quelle: Hans Blossey/imago)

Wanderwege, Aussichtspunkte und ein dunkles Geheimnis tief unten im Wasser: Die Dhünntalsperre im Bergischen Land ist mehr als nur ein schöner See.

Die Große Dhünntalsperre im Bergischen Land beeindruckt mit langgezogenen Wasserarmen, die sich durch die Landschaft ziehen und an norwegische Fjorde erinnern – allerdings im Kleinformat. Der entscheidende Unterschied: Während die skandinavischen Naturwunder über Millionen von Jahren entstanden, wurde der Stausee erst in den 1980er-Jahren gezielt angelegt.

Heute gehört sie zu den wichtigsten Wasserreservoirs Deutschlands: Die Große Dhünntalsperre ist das zweitgrößte Trinkwasserreservoir des Landes. Gleichzeitig hat sich die Talsperre zu einem beliebten Ausflugsziel entwickelt – von Köln aus in wenigen Kilometern erreichbar. Malerisch gelegen zwischen Wermelskirchen, Wipperfürth, Kürten und Odenthal bietet sie Besuchern aus dem gesamten Bergischen Land eine beeindruckende Naturkulisse.

Schwimmen und Wassersport sind am See zwar verboten, doch Wanderer und Biker kommen voll auf ihre Kosten. Der Sauerländische Gebirgsverein (SGV) und der zuständige Wupperverband haben gemeinsam mehrere Wanderwege entlang des Ufers und rund um die Talsperre ausgewiesen.

Empfohlener externer InhaltYoutube

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Youtube-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Youtube-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

Youtube-Inhalte immer anzeigen

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Dabei können auch die Staudämme der Hauptsperre, sowie der beiden Vorsperren, zu Fuß betreten werden. Entlang der Wanderwege gibt es zudem mehrere Aussichtspunkte. Der Wupperverband veranstaltet zudem regelmäßig Führungen für Schulklassen. Außerdem gibt ein Informationszentrum, das über die Geschichte der Talsperre informiert.

Die vielen unterschiedlichen Wanderwege eignen sich sowohl für ambitionierte Wanderer und Hobbysportler, als auch für einen gemütlichen Familienausflug. Eine Herausforderung ist ein 40 Kilometer langer Rundweg, der einmal komplett um die Dhünntalsperre sowie die beiden Vorsperren herumführt. Er wird allerdings nur erfahrenen Wanderern empfohlen.

Im Jahr 1988 wurde die Talsperre in Betrieb genommen: Weil nach mehreren trockenen Sommern die Trinkwasserversorgung in den umliegenden Gemeinden gefährdet war, sahen sich die Verantwortlichen zum Bau der Talsperre genötigt. Dies bedeutete auch: Das Dhünntal musste nach mehr als 1.000 Jahren Besiedlung geflutet werden.