330 Kilometer, kein Cent

Taxifahrt durch NRW endet mit Messer an der Kehle

24.04.2026 – 06:15 UhrLesedauer: 1 Min.

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Taxis am Flughafen Düsseldorf (Archivbild): Ein Fahrgaste entpuppte sich als mutmaßlich brutaler Erpresser. (Quelle: Rupert Oberhäuser via www.imago-images.de)

Rund 330 Kilometer weit soll ein Taxifahrer einen Mann durch NRW gefahren haben – doch zahlen wollte der Gast nicht. Die Nachtfahrt endet brutal.

Vor dem Landgericht Düsseldorf muss ich am Freitag ein Mann verantworten, dem schwere räuberische Erpressung und Betrug vorgeworfen werden. Laut Anklage soll er in der Nacht vom 21. auf den 22. Januar 2025 einen Taxifahrer rund 330 Kilometer durch Düsseldorf, Dortmund und Recklinghausen gelotst haben – ohne je vorgehabt zu haben, die vereinbarten 660 Euro zu bezahlen. Anschließend soll er dem Fahrer ein Messer vorgehalten und 160 Euro aus dessen Geldbörse genommen haben.

Den Angaben zufolge bestellte der Angeklagte den Taxifahrer am 21. Januar 2025 gegen 21 Uhr zum NH-Hotel auf der Kölner Straße. Die Fahrtkosten sollten nach gefahrenen Kilometern berechnet werden. Laut Anklage habe der Beschuldigte jedoch von Anfang an nicht die Absicht gehabt, den vereinbarten Betrag zu begleichen.

Im Laufe der Nacht soll der Angeklagte den Fahrer gebeten haben, eine Frau, die er in einem FKK-Club als weitere Fahrgästin aufgenommen hatte, zum Hauptbahnhof zu bringen. Anschließend hätten die beiden ein Treffen vor dem Asah-Hotel auf der Kurfürstenstraße vereinbart, um die Fahrtkosten abzurechnen.

Dort soll der Angeklagte dem Taxifahrer gegen 5.45 Uhr ein Messer mit zwölf Zentimeter langer Klinge vorgehalten und ihn aufgefordert haben, sein restliches Bargeld herauszugeben. Aus Angst händigte der Fahrer dem Angeklagten seine Geldbörse aus. Dieser entnahm daraus 160 Euro, stieg aus und floh, ohne den Fahrpreis zu zahlen.