09:48 UhrIrans Blockadepolitik sorgt für Ölpreisanstieg

Die anhaltende Blockade der für den globalen Handel wichtigen Straße von Hormus durch iranische Truppen treibt die Ölpreise weiter in die Höhe. Am Rohstoffmarkt verteuert sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,7 Prozent auf 105,83 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert 0,6 Prozent fester bei 96,44 Dollar.

09:32 UhrFusionsfantasie in KI-Branche

Der Heidelberger KI-Entwickler Aleph Alpha und die kanadische Firma Cohere wollen sich offenbar zusammenschließen. Gemeinsam wollten sich die Firmen als Alternative zu US-Technologiekonzernen positionieren und Künstliche Intelligenz (KI) für Unternehmen und Behörden anbieten, berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf mehrere mit der Sache vertraute Personen aus Regierungs- und Unternehmenskreisen.

Wie die Zeitung schreibt, sollen die Anteilseigner von Cohere etwa 90 Prozent der Anteile an der gemeinsamen Firma erhalten, Anteilseigner von Aleph Alpha etwa zehn Prozent. Aleph Alpha galt anfänglich als deutsche Antwort auf OpenAI. Die Entwicklung großer KI-Sprachmodelle wie ChatGPT hat das Startup inzwischen aber aufgegeben. Stattdessen konzentriert es sich ähnlich wie Cohere auf spezialisierte KI-Anwendungen für Unternehmen.

09:16 UhrDax-Anleger scheuen das Risiko – SAP im Fokus

Der Dax startet verhalten in das Wochenschlussgeschäft. Der deutsche Börsenleitindex, der an allen vier bisherigen Handelstagen in dieser Woche Verluste eingefahren hat, notiert aktuell im Bereich von 24.150 Punkten – und damit ebenfalls erneut schwächer. Am vergangenen Freitag hatte er sich noch mit 24.701 Zählern ins Wochenende verabschiedet.

„Vor dem Wochenende lehnt sich kein Anleger großartig aus dem Fenster“, kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Corinna Wohlfeil und verweist auf den Iran-Krieg und die Blockade der Straße von Hormus. „Positiv Signale kommen indes von der Berichtssaison: Intel hat überrascht und SAP überzeugt“, erläutert sie. „Die SAP-Aktie war gestern der größte Verlierer im Dax, es gibt also Aufholpotenzial.“

08:57 UhrChinas Automarkt ist hart umkämpft

Der Konkurrenzkampf der Autobauer in China bleibt nach Ansicht von Mercedes-Chef Ola Källenius auf längere Sicht knallhart. „Dass die Wettbewerbsintensität plötzlich verschwindet, darauf würde ich nicht hoffen – und das ist nicht unser Plan“, sagte Källenius. Mercedes wolle mit Innovationen noch schneller werden auf einem Markt, der mit schnellem Wechsel von Erfolg und Misserfolg der mehr als 100 Anbieter einer Achterbahnfahrt gleiche.

In dieser Phase wolle Mercedes-Benz bewusst keine Marktanteile über niedrigere Preise kaufen. „Wir sind auch dann bereit, Volumen in den niedrigeren Segmenten auf dem Tisch zu lassen, wenn wir sagen, da macht es ökonomisch weniger Sinn.“ Der Autobauer will zugleich die Produktionskosten auf das in China herrschende niedrige Niveau drücken, indem ausschließlich auf lokale Lieferanten gesetzt wird. Auch die Entwicklung vor Ort werde verstärkt. Da China in Sachen Digitalisierung und automatisiertem Fahren die Nase vorn hat, könnten in China entwickelte Innovationen auch weltweit eingesetzt werden.

08:38 UhrGewinnmitnahmen treffen Tech-Aktien

Die Börsen in Ostasien und Australien bewegen sich überwiegend in negativem Terrain. Der andauernde Iran-Krieg dämpft die Kauflaune, wobei sich Anleger vor allem von den zuletzt gut gelaufenen Technologiewerten trennen. Gelindert wird der Verkaufsdruck von der Nachricht, dass Israel und der Libanon ihren Waffenstillstand um drei Wochen verlängert haben. Allerdings haben die USA und der Iran ihre Friedensverhandlungen noch nicht wieder aufgenommen, und die Straße von Hormus, ein wichtiger Seehandels- und Öltransportweg, ist noch immer geschlossen, was die Ölpreise nach oben treibt.

Die japanische Börse liegt entgegen der regionalen Tendenz leicht im Plus. Der Topix gewinnt 0,1 Prozent. Die japanischen Verbraucherpreise sind im März in der Kernrate im von Ökonomen erwarteten Rahmen gestiegen. Im Vergleich zum Februar hat sich die Kernteuerung etwas beschleunigt, bedingt durch den deutlich gestiegenen Ölpreis, allerdings lag der Anstieg mit 1,8 Prozent noch unter dem Ziel der Bank of Japan (BOJ) von zwei Prozent.

In Seoul sinkt der Kospi um 0,4 Prozent. Indexschwergewicht Samsung Electronics fällt um 2,6 Prozent. SK Hynix verlieren im Zuge von Gewinnmitnahmen 1,6 Prozent. An der Börse in Shanghai gibt der Composite-Index um 0,6 Prozent nach. In Hongkong verliert der Hang-Seng-Index 0,2 Prozent. Der australische Aktienmarkt liegt 0,3 Prozent im Minus.

08:19 UhrEs wird kräftig ausgeschüttet

Die europäischen Aktienmärkte werden zum Wochenschluss etwas leichter erwartet. So deutet sich für den Dax eine Eröffnung bei 24.125 Punkten an – ein Abschlag von 0,1 Prozent zum Vortagesschluss. Das Schlagzeilenrisiko bleibt vor dem Wochenende hoch, während die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran weiterhin eine unübersichtliche Hängepartie bilden.

Positive Nachrichten gibt es derweil von der Berichtssaison. Gestern überzeugten aus dem Dax bereits SAP und Siemens Energy. Am Vormittag steht dann der IFO-Geschäftsklimaindex für April auf der Agenda, der etwas leichter erwartet wird. Aktuell läuft die Dividendensaison, am Freitag schütten ASML (jeweils je Aktie 2,70 EUR), Beiersdorf (1,00 EUR), Eon (0,57 EUR) und Schaeffler (0,30 EUR) an ihre Anteilseigner aus.

08:02 UhrMicrosoft plant erstmals freiwillige Abfindungen 

Microsoft plant offenbar erstmals in seiner 51-jährigen Geschichte ein freiwilliges Abfindungsprogramm für Mitarbeiter. Das einmalige Vorruhestandsprogramm stehe US-Mitarbeitern auf der Ebene des Senior Director und darunter offen, deren Alter und Dienstjahre zusammen 70 oder mehr ergeben, berichtete der US-Sender CNBC unter Berufung auf ein internes Memo. „Wir hoffen, dass dieses Programm den Berechtigten die Wahl gibt, diesen nächsten Schritt zu ihren eigenen Bedingungen zu gehen, und zwar mit großzügiger Unterstützung des Unternehmens“, zitierte CNBC Microsoft-Personalchefin Amy Coleman aus dem Memo, das der TV-Sender einsehen konnte.

07:45 UhrSiemens-Energy-Aktie wie im Rausch

Die Aktie von Siemens Energy hat gestern nachbörslich nach Geschäftszahlen zum zweiten Quartal um 3 Prozent zugelegt. Die Erwartungen an der Börse waren im Vorfeld teils hoch, daher bleibt abzuwarten, ob sich die positive Grundtendenz festigen kann. Für die Analysten der RBC liegt der Auftragseingang rund 14 Prozent über Konsens, Umsatz und Gewinn vor Sondereffekten verfehlten diesen dagegen um jeweils 5 Prozent. Der freie Cashflow vor Steuern betrug 2,0 Milliarden Euro, der Konsens hatte 1,4 Milliarden veranschlagt.

Laut Unternehmen war ein negativer Wechselkurseffekt von rund 500 Millionen Euro der Hauptgrund für das Verfehlen der Umsatz- und Ergebnisziele, hier wurde vom Konsens nur mit 100 Millionen gerechnet. Die starken Aufträge wurden von Gas Services und Grid Tech getrieben, ähnlich wie beim Konkurrenten GE Vernova Anfang der Woche. In Folge hat Siemens Energy die Prognose für 2026 angehoben. Der Nettogewinn wird bei 4 Milliarden Euro erwartet und der freie Cashflow vor Steuern wurde signifikant auf 8 Milliarden angehoben.

07:28 UhrDas ist los im frühen Devisengeschäft

Am Devisenmarkt richten sich die Blicke auf den japanischen Yen, der sich der Marke von 160 Dollar nähert und Spekulationen über eine baldige Intervention der Regierung in Tokio schürt. Im asiatischen Handel gewinnt der Dollar geringfügig auf 159,75 Yen und legt 0,1 Prozent auf 6,8345 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückt er etwas auf 0,7864 Franken vor. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1680 Dollar und zieht leicht auf 0,9186 Franken an.

07:09 UhrKI-Optimismus und Kurssprung bei Intel

Ein wachsender Bedarf an Prozessoren für Rechenzentren hat Intel zu einem überraschend starken Quartalsergebnis verholfen. Da sich bei Künstlicher Intelligenz (KI) der Schwerpunkt vom Training der Modelle zur täglichen Nutzung dieser Software verlagere, würden die Produkte des US-Chipherstellers gefragter, sagte Konzernchef Lip-Bu Tan und legte Umsatzziele über Markterwartungen vor. Die Intel-Aktie stieg im nachbörslichen Handel um 17 Prozent.

Die Konzernerlöse erhöhten sich den Angaben zufolge im ersten Quartal um sieben Prozent auf 13,6 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn legte um 123 Prozent auf 0,29 Dollar je Aktie zu. Für das angelaufene Vierteljahr stellte das Unternehmen einen Umsatz zwischen 13,8 und 14,8 Milliarden Dollar sowie einen Gewinn von 0,20 Dollar je Aktie in Aussicht.

06:52 Uhr“Anleger haben nach Ausreden gesucht“

Die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten und schwindende Hoffnungen auf einen baldigen Frieden verunsichert die Anleger an den asiatischen Aktienmärkten. In Tokio legt der Nikkei-Index dennoch um 0,3 Prozent auf 59.343,40 Punkte zu, während der breiter gefasste Topix 0,1 Prozent niedriger bei 3711,51 Zählern notiert. Der Shanghai Composite verliert 0,4 Prozent auf 4074,72 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fällt 0,5 Prozent auf 4763,40 Punkte.

In Japan rücken die wirtschaftlichen Folgen der Seeblockade in der Straße von Hormus durch den Iran in den Fokus. Die dadurch gestiegenen Energiekosten heizen die Inflationssorgen an, auch wenn die Teuerungsrate im März dank staatlicher Subventionen auf 1,8 Prozent gesunken ist. Zu den Verlierern dieser Entwicklung zählten japanische Staatsanleihen, deren Renditen aus Furcht vor Zinsschritten der Bank of Japan (BOJ) stiegen. „Der kostentreibende Druck durch den Nahost-Konflikt dürfte die Preise nicht nur für Energie, sondern für eine breite Palette von Gütern in die Höhe treiben“, sagt Masato Koike, Ökonom beim Sompo Institute Plus.

Auch in China dämpft die geopolitische Lage die Kauflaune, während die Regierung in Peking mit dem Verkauf ultralanger Sonderstaatsanleihen im Volumen von 1,3 Billionen Yuan begann, um die heimische Wirtschaft zu stützen. Investoren schwankten weltweit zwischen der Hoffnung auf eine Waffenruhe und der Furcht vor einer weiteren Eskalation, nachdem die USA ein hartes militärisches Vorgehen gegen iranische Boote angekündigt hatten. „Die Anleger haben nur nach Ausreden gesucht, um bei passender Gelegenheit auf steigende Kurse zu setzen“, sagt Vishnu Varathan, Chefstratege bei Mizuho, und fügt hinzu: „Ich glaube nicht, dass irgendjemand am Markt wirklich glaubt, dass dies in ein oder zwei Wochen vorbei sein wird.“

06:35 UhrCloud liefert: Anleger feiern Dax-Schwergewicht

SAP hat den Rückgang der Wachstumsraten in seiner wichtigen Cloud-Sparte vorerst gestoppt. „Wir hatten einen guten Start ins Jahr“, sagte Christian Klein, der Chef des Walldorfer Softwarekonzerns. Das Unternehmen gewinne dank der KI-Funktionen in den Programmen Marktanteile. Die in den USA notierten SAP-Aktien stiegen im nachbörslichen Handel an der Wall Street um 9,5 Prozent.

Die Cloud-Erlöse stiegen den Angaben zufolge im ersten Quartal währungsbereinigt um 27 Prozent auf 5,96 Milliarden Euro. Das sind knapp 200 Millionen Euro mehr als von Analysten erwartet. Der Konzernumsatz stieg mit einem Plus von zwölf Prozent ebenfalls überraschend stark auf 9,56 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand der Cloud-Sparte sei um ein Viertel auf 21,93 Milliarden Euro angewachsen. Der bereinigte operative Gewinn habe ähnlich deutlich auf 2,87 Milliarden Euro zugelegt.

06:18 UhrJapans Kerninflation verfehlt Zentralbankziel

Die japanische Kerninflation ist im März den zweiten Monat in Folge unter dem Zielwert der Zentralbank Bank of Japan (BOJ) von zwei Prozent geblieben. Die Verbraucherpreise ohne frische Lebensmittel stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,8 Prozent, wie aus Daten hervorging. Der Wert entsprach damit genau den Erwartungen von Analysten. Die Teuerungsrate hatte im Februar bei 1,6 Prozent gelegen. Staatliche Treibstoffsubventionen glichen den Preisdruck aus, der durch die vom Iran-Krieg ausgelöste Energiekrise entstanden war. Ein weiterer Index, der neben frischen Lebensmitteln auch Treibstoffkosten ausschließt und von der Notenbank als besserer Indikator für die nachfragegesteuerte Preisentwicklung angesehen wird, stieg im März um 2,4 Prozent nach 2,5 Prozent im Februar.

06:00 UhrNegativserie reißt nicht ab

Die fortdauernde Unsicherheit über den Nahost-Konflikt und steigende Energiepreise strapazieren zunehmend die Geduld der Anleger. Mit dem Dax ging es gestern den vierten Handelstag in Folge nach unten. Der deutsche Leitindex schloss 0,2 Prozent im Minus bei 24.155 Punkten.

Und zum heutigen Handelswochenschluss? Der Iran-Krieg dürfte die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Unternehmen weiter drücken. Für den IFO-Geschäftsklimaindex im April erwarten die Ökonomen einen Rückgang – und zwar auf 85,5 Punkte, nach 86,4 Zählern im März. Die Bundesregierung halbierte jüngst ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr auf 0,5 Prozent. Laut Wirtschaftsministerin Katherina Reiche kämpft die Wirtschaft im Zuge des Nahost-Krieges zwar mit Gegenwind. Eine Rezession sei jedoch nicht zu erwarten.

Bei der Automesse in Peking dreht sich alles um Elektroautos und autonomes Fahren. So zeigt Volkswagen ein paar der Modelle, mit denen das Unternehmen wieder Boden gut machen will, darunter der zweite Audi, der ohne das Logo mit den vier Ringen verkauft wird. BMW präsentiert seine Neue Klasse. Für die deutschen Hersteller steht einiges auf dem Spiel, schließlich war China lange Zeit die Cash Cow. Doch auf dem weltweit größten Automarkt hat sich der Wind gedreht, und chinesische Autobauer machen sich daran, die Welt zu erobern.

Und unternehmensseitig steht Bayer im Blick: Auf der Hauptversammlung dürfte Vorstandschef Bill Anderson die Aktionäre auf einen noch langen Weg bei der Neuausrichtung des Leverkusener Konzerns einstellen. In seiner vorab veröffentlichten Rede betonte der Manager, dass man zwar große Fortschritte gemacht habe, aber noch lange nicht am Ziel sei. Neben dem laufenden Stellenabbau und der auf das gesetzliche Minimum von elf Cent je Aktie gekürzten Dividende nach einem Milliardenverlust dürfte die Klagewelle um den Unkrautvernichter Glyphosat erneut im Fokus stehen.

Die komplette Wirtschaftsterminübersicht für diese Woche finden Sie hier.