Freitag und Flutlicht – die grundsätzlichen Vorzeichen für ein Zweitliga-Duell mit besonderer Atmosphäre sind gegeben. Wenn dann noch die sportlich brisante Situation von Gastgeber Fortuna und Dynamo Dresden ins Spiel kommt, sind die wesentlichen Zutaten für eine Partie zweier Mannschaften, die sich gegen den Abstieg stemmen, komplett. Das Salz in der Suppe sind dabei die Fans, die ihre Teams anfeuern werden. Insgesamt werden rund 36.000 Zuschauer in der Düsseldorfer Arena erwartet – allein 3000 aus Sachsen. Oder werden es eventuell noch mehr?
Die Dynamo-Anhänger sind ohne Zweifel heiß auf dieses Spiel, wie auch ein Aufruf zeigt. Unter dem Motto „Alle nach Düsseldorf in den Oberrang! Freitag, 24.04.2026, ob mit Urlaub oder Krankenschein!“ haben sie sich mobilisiert, um zahlreich in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt vertreten zu sein. Bei Dynamo ist der Klub von dieser Unterstützung überwältigt. „Etwaige Aufrufe gab es vonseiten der Dresdner Fanszene in den zurückliegenden Jahren immer wieder. Der Verein ist entsprechend stolz auf die immer wieder zahlreiche Unterstützung bei Heim- und Auswärtsspielen der SGD“, schreibt der Verein auf Anfrage unserer Redaktion.
„Aktuell sind knapp 3.000 Gästetickets im Vorverkauf, der ausschließlich für Mitglieder freigeschaltet ist, abgesetzt worden. Diese Anzahl ist für ein Freitagsspiel um 18.30 Uhr mit einer Anreise von knapp 600 Kilometern beachtlich“, heißt es weiter. Die Unterstützung ist aber auch auf Düsseldorfer Seite groß, entsprechend wollen die Fortunen zu Hause auftreten. „Ein Ergebnis können wir nicht garantieren – aber wir können garantieren, dass wir alles investieren, um ein positives Ergebnis zu erreichen. Wenn uns das gelingt, überträgt sich diese Energie auch auf die Ränge und darüber hinaus. Genau so muss es funktionieren. Mit einer ängstlichen, reaktiven Haltung wird es nicht gehen“, betont Trainer Alexander Ende.
Sein Trainerkollege sieht die Situation ähnlich. „Wir brauchen über 90 Minuten eine super Leistung, um etwas mitnehmen zu können. Es wird eine Vollgasveranstaltung in den verbleibenden vier Spielen, und ich spüre bei der Mannschaft ganz klar, dass das Gaspedal wie in den vergangenen Wochen auf Anschlag durchgedrückt ist“, verdeutlicht Thomas Stamm. Die SGD-Fans stehen hinter dem Klub, sie fallen ab und an aber auch negativ auf – zuletzt im Heimspiel gegen Hertha BSC, das von Ausschreitungen überschattet worden war, als die Dresdner eine Fahne der Berliner entwendeten und sie anschließend im Block verbrannten.
Die Partie wurde zwischenzeitlich rund 20 Minuten unterbrochen, als Anhänger beider Fanlager über die Zäune sprangen, auf den Platz gelangten und Pyrotechnik zündeten. Statt solcher Szenen hoffen natürlich alle auf eine überragende Stimmung und ein volles Stadion.