Die Werft Blohm + Voss im Hamburger Hafen.

AUDIO: Rheinmetall-Chef kündigt neue Arbeitsplätze bei Blom + Voss an (1 Min)

Stand: 24.04.2026 10:04 Uhr

Rheinmetall sucht für seine Marine-Sparte mehr als 500 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, vor allem für die Hamburger Traditionswerft Blohm + Voss. Das sagte Rheinmetall-Chef Armin Papperger am Donnerstagabend im Club der Hamburger Wirtschaftsjournalisten.

Blohm + Voss gehört seit Anfang dieses Jahres zur Rheinmetall-Sparte Naval Systems. Deutschland brauche moderne Fregatten, um für die bevorstehenden Herausforderungen gerüstet zu sein, sagte Papperger vor rund 40 Club-Mitgliedern. Die Fregatten vom Typ F-126 und F1-127 würden für die Überwachung im Ostseeraum aber auch für Aufgaben rund um Grönland gebraucht und sollen in Hamburg endmontiert werden.

Werftgelände soll vergrößert werden

Rheinmetall will zudem unbemannte Schnellboote für die Marine in hoher Stückzahl bauen, wie bereits im März bekannt wurde. Das Werftgelände von Blohm + Voss solle dafür nach Möglichkeit vergrößert werden, sagte der Rheinmetall-Chef.

Hamburg ist einer von rund 70 Rheinmetall-Standorten in Deutschland. Insgesamt plant der Düsseldorfer Rüstungskonzern eine Verdopplung seiner Belegschaft und eine Verfünffachung des Umsatzes in den kommenden Jahren. In Hamburg werden jetzt unter anderem Ingenieure, Physiker und Schweißer gesucht.

Die Korvette Köln liegt zur Reparatur in Dock 10 der Werft Blohm + Voss.

Die Hamburger Werft Blohm + Voss gehört seit Kurzem zu Rheinmetall. Nun nannte der Rüstungskonzern erstmals den Kaufpreis.

Ein kleines Boot im Wasser von Blohm+Voss

Die Entwicklung der Boote wird in Hamburg neue Jobs schaffen. Kritiker bemängeln, dass das Engagement der Rüstungsindustrie kaum hinterfragt wird.

Rheinmetall-Chef Armin Papperger bei einem Termin in Hamburg.

Der Chef des Rüstungskonzerns Rheinmetall sieht durch den Einstieg ins Marinegeschäft gute Zeiten für die Werften in Hamburg kommen.