
AUDIO: Nachrichten aus dem Studio Kiel 9:30 Uhr – 24.04.2026 (2 Min)
Stand: 24.04.2026 13:37 Uhr
Die Stadt Kiel hatte die Demo-Route über die Autobahn verboten. Trotzdem gibt es heute immer wieder Verkehrseinschränkungen in Kiel. Und auch in anderen Orten sind Klimastreiks geplant.
Die Klimaschutzinitiative Fridays for Future organisiert heute einen bundesweiten Aktionstag gegen die Politik der Bundesregierung – auch in Schleswig-Holstein finden Demonstrationen statt. Dazu zählen unter anderem Kiel, Lübeck und Elmshorn (Kreis Pinneberg).
Über die Route in Kiel gab es im Vorfeld Streit. Eigentlich wollten die Organisatoren über die A215 laufen. Die Stadt Kiel hatte die Demo über die Autobahn aber verboten. Mit einem Eilantrag wollte Fridays for Future das Verbot kippen. Doch das Verwaltungsgericht gab letztendlich der Stadt recht.
Einschränkungen für Autofahrer: Alternative Route führt durch die Stadt
Das Gericht begründet die Entscheidung mit der Verkehrssicherheit – und es gibt eine Alternativroute. Um 12.05 Uhr ging es auf dem Exerzierplatz los. Über Sophienblatt, Theodor-Heuss-Ring in Richtung Eckernförde und nach einer Kundgebung am Westring/Ecke Schützenwall geht es zurück zum Exerzierplatz. Bis circa 17.30 Uhr muss in der Landeshaupstadt mit Verkehrsbehinderungen gerechnet werden. Nach Angaben der Polizei beteiligen sich 600 Menschen an der Demo in Kiel.
Fridays for Future kritisiert geplanten Tankrabatt
Viele sind von der Stadt Kiel enttäuscht, aber auch von der Bundespolitik. Fridays for Future kritisiert unter anderem den Tankrabatt, den der Bundestag am Mittag beschlossen hat. Bei der Kundgebung heute war vor allem viel Kritik an Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche (CDU) zu sehen. Obwohl eine Knappheit von Öl und Gas drohe, signalisiere die Regierung, dass weiter fröhlich Auto gefahren werden solle – so lautete der Vorwurf im Vorfeld.

Die Bundesregierung will Autofahrende entlasten. Aus norddeutschen Landesregierungen kommt Lob von SPD und CDU, Grüne und Umweltverbände kritisieren die Pläne.