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Pulheim – „Bares für Rares“ ist seit Jahren eine echte Institution im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Horst Lichter (64) führt hier regelmäßig durch skurrile, faszinierende und manchmal auch fragwürdige Raritäten. In der heutigen Ausgabe gibt es wieder jede Menge denkwürdiger Fundstücke mit spannenden Herkunftsgeschichten.
BILD stellt Ihnen im Folgenden das Highlight der heutigen Folge vor und zeigt außerdem, welche weiteren Raritäten am Freitag, dem 24. April 2026, versteigert werden.
Das ist das Highlight der heutigen Folge
Heute wurde bei „Bares für Rares“ aus einem Flohmarktfund ein echter Mega-Deal: Michael aus Celle präsentierte Moderator Horst Lichter und Expertin Dr. Heide Rezepa-Zabel (60) eine mit Diamanten besetzte Miederbrosche, die er vor 40 Jahren für gerade einmal eine einzige Mark auf einem Flohmarkt gekauft hatte. Ein echter Coup, wenn man bedenkt, dass man für diesen Preis heutzutage höchstens noch ein Brötchen beim Bäcker bekäme. Offenbar hielt der damalige Eigentümer das funkelnde Stück für Modeschmuck. Ein Irrtum, der für Michael im wahrsten Sinne des Wortes Gold wert war.
Auch die Expertin erkannte mit bloßem Auge, dass es sich hierbei nicht um Modeschmuck handelte. Die genauere Untersuchung bestätigte den ersten Eindruck: Die hochwertig in Handarbeit gefertigte Miederbrosche besteht aus roséfarbenem 585er-Gold und ist mit Diamanten in alten Schliffen besetzt. Insgesamt kommt der Besatz auf rund 1,5 Karat. Anhand von Schliff und Technik ordnete Dr. Heide Rezepa-Zabel die Fertigung der Brosche auf die viktorianische Zeit zwischen 1890 und 1905 ein.

585er-Gold und rund 1,5 Karat Diamanten: In Michaels Flohmarktfund steckt ordentlich Materialwert.
Foto: ZDF
Völlig makellos ist die Brosche allerdings nicht: Es fehlen eine kleine Diamantrose sowie ein Altschliff-Diamant. Am Wert ändert das aber nur relativ wenig. Allein der Goldwert liegt bei rund 600 Euro, die gesamte Brosche schätzte die Expertin jedoch auf 1.500 bis 2.000 Euro. Sehr zur Freude von Michael, der sich lediglich 1.000 Euro wünschte. Vor dem Hintergrund des Kaufpreises, den Michael einst zahlte, attestierte Horst Lichter ihm zu Recht „ein gutes Näschen und flotte Finger“. Ob sein Verhandlungsgeschick genauso ausgeprägt ist wie sein guter Riecher?
Im Händlerraum angekommen, eröffnete Wolfgang Pauritsch (54) den Wettstreit um die Brosche mit einem Gebot von 500 Euro. Bei 1.150 Euro von Daniel Meyer (52) schien das Maximalgebot erreicht. Doch Michael blieb knallhart, bestand auf 1.200 Euro und bewies damit sein Verhandlungsgeschick. Schließlich wurde der Händler weich und zahlte die geforderte Summe. Für Michael hätte es nicht besser laufen können: Aus einer Mark machte er 1.200 Euro. Eine Rendite, die selbst erfahrene Anleger neidisch machen dürfte. Michael zeigte sich entsprechend zufrieden und verabschiedete sich aus der Sendung mit einem breiten Lächeln auf den Lippen.
Alle weiteren Raritäten vom 24. April 2026
Hier eine Übersicht der weiteren Raritäten von heute und was die Einschätzung des Expertenteams von „Bares für Rares“ dazu ist:
- Leica 3c mit Ledertasche: Maximilian aus Georgsmarienhütte brachte eine analoge Leica-Kamera mit zu „Bares für Rares“, die bei Sammlern wegen Marke und Modell äußerst gefragt ist. Trotz Gebrauchsspuren schätzte Experte Detlev Kümmel (58) sie auf 600 bis 800 Euro.
- Blumensäule mit Cachepot von Villeroy & Boch: Meike aus Bad Bederkesa präsentierte ein seltenes Jugendstil-Ensemble aus dem Jahr 1903, bestehend aus Säule und passendem Topf. Besonders bemerkenswert: Sie hatte das Stück zusammen mit weiteren Teilen für nur 70 Euro gekauft. Expertin Dr. Friederike Werner (64) schätzte die Villeroy-&-Boch-Rarität auf 800 bis 1.200 Euro.
- Armreif aus rotem 333er-Gold mit Verlobungssymbolik: Jörg aus Lübeck wollte einen zweiteiligen Armreif mit Scharnier bei „Bares für Rares“ verkaufen, der angeblich von Otto von Bismarck stammt. Der Armreif ist kunstvoll gearbeitet und wurde auf 500 bis 600 Euro geschätzt.
- Gürtelschnalle mit kaiserlichem Porzellan: Valeska und Knut aus Ostfriesland brachten eine besondere Gürtelschnalle mit einem Porzellanfragment vom Service der kaiserlichen Yacht „SMY Hohenzollern“ ins Pulheimer Walzwerk. Durch Knuts Vater, der Seefahrer war, könnte das Stück in die Familie gekommen sein. Die Expertenschätzung lag bei rund 100 Euro.
Ob und für wie viel Geld die Stücke über den Händlertresen gehen, erfahren Sie in der heutigen Folge von „Bares für Rares“ um 15:05 Uhr im ZDF.