Die US-Heizöl-Preise stiegen im April auf über 3,90 US-Dollar und legten allein in den letzten drei Handelstagen um mehr als 15 % zu. Sie erreichten ein Zweiwochenhoch, da sich die Versorgungslage für Raffinerien aufgrund des anhaltenden Nahostkonflikts verschärfte. Die eskalierenden Spannungen haben die Öllieferungen der wichtigsten Produzenten am Persischen Golf reduziert, da die Meerenge etwa ein Viertel des weltweiten Seehandels mit Öl ausmacht. 

Unterdessen zeigten Daten der EIA, dass die Destillatbestände, darunter Diesel und Heizöl, letzte Woche um 3,4 Millionen Barrel sanken und damit die Erwartungen eines Rückgangs von 2,5 Millionen Barrel übertroffen haben. Die Preise für Gasöl, das Vorprodukt für Diesel und Heizöl, steigen am Donnerstag ebenfalls um knapp 1 % auf 1.121 USD je Tonne. Die deutschen Heizölpreise sind im Bundesmittel am Donnerstag um rund 5,5 Euro je 100 Liter höher als noch am Dienstag. 

Heizöl kostet im deutschen Bundesdurchschnitt aktuell rund 131,5 Euro je 100 Liter. Derzeit werden die Preisschwankungen bei Öl deutlich schneller an die Heizölpreise weitergegeben als sonst, wodurch die Heizölpreise weiter extrem schwanken. 

In der Spitze kostet Heizöl heute 141 Euro je 100 Liter in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Die Tiefpreise liegen bei 121 Euro in Baden-Württemberg. Auf dem Heizölportal Heizöl24 glauben derzeit immerhin 22 % Prozent der Kunden, dass es besser ist zu jetzt trotz der hohen Heizölpreise zu kaufen. Das sind 9 Prozentpinkte weniger als noch am Montag, als 31 % der Heizölkunden lieber kaufen wollen. Gleichzeitig gibt Heizöl24 die Kaufaktivität als mittel (gegenüber hoch am Montag) an und die Marktbeobachtung der Heizölkunden als hoch. Die Lieferzeiten liegen aktuell weiter bei 18 Tagen und sind relativ kurz.