Newsblog zum Krieg in Nahost

Irans Außenminister in Islamabad erwartet

Aktualisiert am 24.04.2026 – 14:14 UhrLesedauer: 44 Min.

Irans Außenminister Abbas Araghtschi.(Archivbild)Vergrößern des Bildes

Irans Außenminister Abbas Araghtschi.(Archivbild) (Quelle: Tatyana Makeyeva/AP/dpa)

Ein Schiff hat offenbar die Straße von Hormus passiert. Irans Außenminister reist nach Pakistan. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi wird am Freitag zu Verhandlungen in Islambad erwartet. Das vermelden pakistanische Kreise. Weitere Informationen sind noch nicht bekannt.

Nach einem Angriff im Südlibanon Ende März ist nach Angaben der UN-Mission Unifil nun ein indonesischer Soldat seinen Verletzungen erlegen. Der in der Nacht zum 29. März durch eine Explosion eines Geschosses schwer verletzte Soldat sei am Freitag gestorben, erklärte Unifil.

Durch den Vorfall am 29. März war bereits ein anderer indonesischer Unifil-Soldat getötet worden. Zwei weitere indonesische Soldaten wurden bei einer weiteren Explosion einen Tag später getötet.

Das UN-Menschenrechtsbüro sieht Anzeichen für israelische Kriegsverbrechen im Libanon. Das Büro habe zahlreiche tödliche Angriffe auf Gesundheitspersonal und Journalisten dokumentiert, sagte Sprecher Thameen Al-Kheetan in Genf. Am Mittwoch habe das israelische Militär nach Berichten Sanitäter bei Hilfeleistungen behindert, nachdem ein Journalist bei einem Angriff getötet und ein Fotograf verletzt worden war.

„Medizinisches Personal, sei es militärisch oder zivil, sowie andere Zivilisten, darunter auch Journalisten, genießen nach dem humanitären Völkerrecht Schutz. Sie gezielt anzugreifen, würde ein Kriegsverbrechen darstellen“, sagte der Sprecher.

Israel warf der Terrororganisation Hisbollah, gegen die sie eigenen Angaben nach im Libanon vorgeht, am Nachmittag erneut vor, Krankenwagen und medizinische Teams als Tarnung zu missbrauchen, um Waffen und Kämpfer zu transportieren. Die israelische Armee sagte in der Vergangenheit außerdem, sie ziele nicht auf Journalisten ab. Die meisten bei den jüngsten Angriffen getöteten Journalisten waren für Hisbollah-nahe Medien tätig. Israel beschuldigte sie mitunter, Mitglieder der Terrororganisation zu sein. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Das UN-Menschenrechtsbüro hat einen Bericht über die ersten drei Wochen der Angriffe Israels gegen die Hisbollah vorgelegt. „Unsere Analyse der groß angelegten Angriffe, des Beschusses und der Bodenoffensiven ergab, dass es bei den Operationen der israelischen Streitkräfte im Libanon zu direkten Angriffen auf Zivilisten, darunter auch medizinisches Personal, kam“, sagte der Sprecher. Die Zerstörung von mehrstöckigen Wohnhäusern könne einen schweren Verstoß gegen das internationale Völkerrecht darstellen, ebenso die Vertreibung von mehr als einer Million Menschen. Das Gleiche gelte für die Raketenangriffe der Hisbollah in Nordisrael.