Fake News an Schulen
Warnung vor „nationalem Vergewaltigungstag“
24.04.2026 – 10:30 UhrLesedauer: 1 Min.
Junge Handy-Nutzerin vor Social-Media-Apps (Symbolfoto): In der Städteregion kursieren offenbar Fake News an den Schulen. (Quelle: IMAGO/Jochen Tack)
Offenbar kursiert eine brisante Lüge an Schulen: Ein TikTok-Trend behauptet, Übergriffe auf Frauen seien am Freitag straffrei. Was Aachens Schulamt jetzt unternimmt.
Das Aachener Schulamt hat sämtliche Schulen der Stadt vor einem gefährlichen Fake-News-Trend auf TikTok gewarnt. Das berichten die „Aachener Zeitung“ und der Radiosender Antenne Aachen. t-online hat die Städteregion zu den Berichten angefragt und wird diesen Artikel aktualisieren, wenn eine Stellungnahme vorliegt.
Den Berichten zufolge erklärt Tobias Grundmann, Leiter des Fachbereichs Jugend und Schule, in dem Schreiben, dass sich derzeit in den sozialen Medien Videos verbreiten würden, in denen von einem angeblichen „National Rape Day“ die Rede sei. Darin werde „fälschlicherweise behauptet, sexuelle Übergriffe auf Mädchen und Frauen seien am Freitag, dem 24. April, legal und straffrei.“
Grundmann betonte demnach in dem Schreiben ausdrücklich: „Hierbei handelt es sich eindeutig um Falschinformationen.“ Er rief die Schulen dazu auf, in ihren Arbeitsbereichen einen „sensiblen und aufmerksamen Umgang“ mit den kursierenden Inhalten zu gewährleisten. Mehrere Schulen haben die Warnung den Berichten zufolge bereits an die Erziehungsberechtigten weitergegeben.
Der sogenannte „Rape Day“-Trend ist kein neues Phänomen. Erstmals tauchte er 2021 in einem TikTok-Video auf, das dazu aufrief, am 24. April junge Frauen und Mädchen anzufassen und zu belästigen – mit der falschen Behauptung, solche Handlungen blieben an diesem Tag straflos.
Das Video wurde laut der Nachrichtenagentur dpa damals gelöscht und die Behauptung als Falschmeldung enttarnt. Dennoch hält sich der Mythos hartnäckig und erlebt offenbar jedes Jahr erneut eine Verbreitungswelle, unter anderem in Schul-Chats.
