
AUDIO: Nachrichten 16:00 Uhr – 24.04.2026 (4 Min)
Stand: 24.04.2026 18:04 Uhr
Die Stadt Kiel hatte die Demo-Route über die Autobahn verboten. Trotzdem gab es am Freitag immer wieder Verkehrseinschränkungen in Kiel. Und auch an weiteren Orten fanden Klimastreiks statt.
Die Klimaschutzinitiative Fridays for Future hat am Freitag einen bundesweiten Aktionstag gegen die Politik der Bundesregierung organisiert – auch in Schleswig-Holstein fanden Demonstrationen statt. Dazu zählten unter anderem Kiel, Lübeck und Elmshorn (Kreis Pinneberg). In Elmshorn nahmen laut Polizei rund 100 Menschen teil.
Über die Route in Kiel gab es im Vorfeld Streit. Eigentlich wollten die Organisatoren über die A215 laufen. Die Stadt Kiel hatte die Demo über die Autobahn aber verboten. Mit einem Eilantrag wollte Fridays for Future das Verbot kippen. Doch das Verwaltungsgericht gab letztendlich der Stadt recht.
Einschränkungen für Autofahrer: Alternative Route führt durch die Stadt
Das Gericht begründete die Entscheidung mit der Verkehrssicherheit – und damit, dass es eine Alternativroute gebe. Um 12.05 Uhr ging es auf dem Exerzierplatz los. Danach führte die Demo zum Hauptbahnhof und der CDU-Parteizentrale, bis es anschließend über den Theodor-Heuß-Ring wieder zum Exerzierplatz ging.
Während einer Kundgebung am Theodor-Heuß-Ring seilten sich Zeugen zufolge mehrere Aktivisten von einer Brücke ab und hingen auf halber Höhe über der Fahrbahn. Die Polizei sperrte daraufhin die vielbefahrene Stadtautobahn in Richtung Norden. Gegen 16 Uhr endete die Veranstaltung. Nach Angaben der Polizei beteiligten sich etwa 600 Menschen an der Demo in Kiel, laut „Fridays For Future“ haben 750 Menschen für das Klima gestreikt.
Fridays for Future kritisiert geplanten Tankrabatt
Fridays for Future kritisiert unter anderem den Tankrabatt, den der Bundestag am Freitagmittag beschlossen hatte. Bei der Kundgebung war vor allem viel Kritik an Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche (CDU) zu sehen. Obwohl eine Knappheit von Öl und Gas drohe, signalisiere die Regierung, dass weiter fröhlich Auto gefahren werden solle – so lautete der Vorwurf im Vorfeld.

Die Bundesregierung will Autofahrende entlasten. Aus norddeutschen Landesregierungen kommt Lob von SPD und CDU, Grüne und Umweltverbände kritisieren die Pläne.