Europas größter Softwarehersteller SAP hat die Zahlen für das erste Jahresviertel 2026 vorgelegt. So hat der Walldorfer Konzern abgeschnitten.

Im ersten Quartal 2026 hat SAP die Erwartungen der Analysten beim Gewinn je Aktie übertroffen. Der Konzern aus Walldorf meldete ein EPS von 1,66 Euro, die Experten hatten im Vorfeld hier einen Wert von 1,64 Euro erwartet. Im Vergleichsquartal des Vorjahres hatte SAP einen Gewinn je Aktie von 1,52 Euro erzielt.


Daneben setzte SAP im Berichtszeitraum 9,56 Milliarden Euro um. Im Vorjahresquartal waren es noch 9,01 Milliarden Euro gewesen, die Experten hatten nun mit einem Umsatz von 9,56 Milliarden Euro gerechnet.

SAP übertrifft mit starkem Cloud-Wachstum die Erwartungen


SAP ist mit einem stärkeren Cloud-Wachstum und einem höheren Auftragsbestand als erwartet ins Jahr gestartet. Zudem hat der DAX-Konzern seine Profitabilität gesteigert. Den Ausblick für das Gesamtjahr bestätigte das Walldorfer Softwareunternehmen.

Der Cloud-Umsatz legte währungsbereinigt um 27 Prozent zum Vorjahr auf 5,96 Milliarden Euro zu und wuchs damit schneller als im Vorquartal. Analysten hatten im Konsens von Visible Alpha mit einem Anstieg auf 5,87 Milliarden gerechnet. SAP will möglichst viele Kunden in die Cloud bringen. Der Umstieg ist von großer Bedeutung, weshalb die Anleger besonders auf Zahlen zum Cloud-Wachstum achten.

Entscheidend ist deshalb auch der Current Cloud Backlog (CCB), der die gesicherten Aufträge auf ein Jahr anzeigt. Er stieg währungsbereinigt um 25 Prozent auf 21,9 Milliarden Euro. Analysten hatten im Konsens mit 24,1 Prozent Wachstum gerechnet.

Das Betriebsergebnis auf Non-IFRS-Basis legte – wiederum währungsbereinigt – um 24 Prozent auf 2,87 Milliarden Euro zu. Hier hatte der Konsens auf 2,7 Milliarden gelautet. Die operative Marge (Non-IFRS) stieg damit auf 30,0 Prozent von 27,2 Prozent im Vorjahr. Analysten hatten 28,5 Prozent erwartet.

Für das laufende Jahr stellt SAP weiterhin ein währungsbereinigtes Cloud-Wachstum von 23 bis 25 Prozent auf 25,8 bis 26,2 Milliarden Euro in Aussicht. Im Vorjahr hatte das Wachstum bei 26 Prozent gelegen.

Der Anstieg des CCB soll hinter dem Wachstum von 25 Prozent aus dem Vorjahr zurückbleiben. Der aktuelle Analystenkonsens steht bei 22,5 Prozent. Das Betriebsergebnis (Non-IFRS) soll währungsbereinigt um 14 bis 18 Prozent auf 11,9 bis 12,3 Milliarden Euro zulegen.

Für 2027 erwartet SAP weiterhin ein beschleunigtes währungsbereinigtes Wachstum des Gesamtumsatzes.

SAP sorgen mit Zahlen für deutlich bessere Stimmung



Europas größter Softwarehersteller SAP hat mit überraschend guten Quartalszahlen am Freitag die Laune der Anleger aufgehellt.


Die Aktien des bisher schwächsten DAX-Wertes des laufenden Jahres legten im XETRA-Handel am Freitag letztlich um 4,68 Prozent auf 147,28 Euro zu.

Die Experten sahen in ihren ersten Reaktionen vor allem den aus Cloudverträgen in den nächsten zwölf Monaten zu erwartenden Umsatz (current cloud backlog – CCB) als positive Überraschung.

Analysten wie Toby Ogg von JPMorgan und Charles Brennan von Jefferies machten anlässlich der positiven Überraschung des ersten Quartals auch noch einmal die jüngsten Aussagen des Konzernchefs Christian Klein in der „Financial Times“ zum Thema.

Viele Anleger dürften sich darüber angesichts nun nahezu unveränderter Jahresziele noch einmal wundern, so Brennan. Ob es nämlich notwendig gewesen sei, die KI-Situation mit dem Cloud-Wandel zu vergleichen und die Investoren auf kurzfristige Belastungen zugunsten langfristiger Erfolge einzustellen. Unter dem Strich dürfte der Quartalsbericht aber helfen, verlorenen Boden gutzumachen, so der Jefferies-Experte.




Carolin Ludwig, Evelyn Schmal, Julia Walter, Redaktion finanzen.net mit Material von Dow Jones Newswires und dpa-AFX

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