Die Worte sind drastisch, die Lage ist verzweifelt. In Zeiten knapper Kassen geht es der Kultur zuerst an den Kragen. Das wurde im Kulturausschuss im Februar deutlich, das wird jeden Tag deutlicher. „Bislang sind nur die beiden ersten Quartale gesichert. Wenn sich nichts ändert, drohen ab Juli Personalstreichungen und Insolvenzen“, spricht Christian Huber vom Kulturzentrum Immanuel vielen Akteuren und Einrichtungen der Freien Szene aus dem Herzen. Obwohl der Ausschuss mehrmals in den letzten Jahren die Erhöhung der institutionellen Förderung der Stadt beschlossen hat (WZ berichtete), stehen im Haushaltsplan nach wie vor die alten Summen. Trotz öffentlicher Lobeshymnen auf die Freie Kunst in Wuppertal, Auszeichnungen von Land und Bund, trotz gestiegener Kosten. Nun suchen Vertreter der betroffenen Einrichtungen gezielt das Gespräch mit den Politikern, um diese umzustimmen – bevor der Haushalt verabschiedet wird.