Gegen die Bundesregierung und Ministerin Reiche: Fridays for Future fordert mit einem Aktionstag einen Kurswechsel in der Energiepolitik. Auch viele Hamburger gingen auf die Straße.

Hunderte Menschen haben am Freitag in Hamburg für mehr Klimaschutz und erneuerbare Energien demonstriert. Die Polizei sprach von rund 300 Teilnehmern, die an der Kundgebung an der Alster teilnahmen. Sie folgten einem Aufruf der Initiative Fridays for Future, die einen bundesweiten Aktionstag gegen die Klima- und Energiepolitik der Bundesregierung angekündigt hatte.

Demo in Hamburg für Kurswechsel in der Energiepolitik

Kritik äußern die Klimaschützer unter anderem an Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche. Die CDU-Politikerin stelle die Klimaziele infrage und taktiere mit der Gaslobby, sagten die Aktivisten. „Sie betreibt als Personalunion von Bundesregierung und Gaslobby mit Vollgas eine Umverteilung in die Hände fossiler Großkonzerne“, sagte die Aktivistin Carla Reemtsma. 

MOPO

Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt!
Diese Woche u.a. mit diesen Themen:

  • Olympia-Check: Sie sind unentschlossen? Wir geben Entscheidungshilfe mit einem großen Fragebogen – Empfehlung inklusive
  • Der Buckelwal und die Rechten: Gestrandeter Meeressäuger ruft zweifelhafte Retter auf den Plan
  • Paternoster verschwunden: Plötzlich war der denkmalgeschützte Aufzug weg. Wo ist er?
  • Große Rätselbeilage: Knobelspaß für die ganze Woche
  • 16 Seiten Sport: St. Pauli-Trainer Blessin im XXL-Interview
  • 28 Seiten Plan 7: Künstlerin Peaches übers Älterwerden und die Lust an der Provokation

Nach Angaben von Fridays for Future soll es am Freitag an rund 60 Orten in ganz Deutschland Aktionen gegeben haben. So wurde demnach erstmals auch direkt vor Wahlkreis- und Parteibüros, insbesondere denen der schwarz-roten Bundesregierung, demonstriert.

Das könnte Sie auch interessieren: Luisa Neubauer: „Ich bin noch das Mädchen, das seinen Vater zu früh verloren hat”

In Kiel nahmen nach Angaben von Fridays for Future rund 750 Menschen an der Demonstration teil. In Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt startete der Protest am Exerzierplatz in der Innenstadt und lief unter anderem an der CDU-Parteizentrale vorbei. 

Die Aktivisten wollen so ihre Anliegen direkt an die Politik richten, sagte Fridays For Future. Erst am vergangenen Samstag hatten viele Tausend Menschen bundesweit für eine andere Energiepolitik demonstriert. (dpa/mp)