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Diese Klatsche war heftig und historisch. Die Basketball Löwen Braunschweig taumeln dem Abstieg in der Easycredit Basketball-Bundesliga entgegen. Im Niedersachsen-Derby bei Rasta Vechta setzt es ein 98:120 für den Klub von Hauptanteilseigner Dennis Schröder – inklusive BBL-Rekord für den Gegner.

Vechta trifft an diesem Abend wie es will, allein im zweiten Viertel hagelt es 44 Punkte im Braunschweiger Korb. Damit schreibt Rasta Bundesliga-Geschichte. So viele Zähler in einem einzigen Viertel gelangen noch keinem Team zuvor.

Foto: Dyn

Wenig verwunderlich, dass das Spiel zur Halbzeit schon entschieden ist (75:50). Zwischenzeitlich liegen die Löwen sogar mit 31 Punkten zurück, am Ende halten sie die Klatsche noch halbwegs in Grenzen. Dennoch: 120 Punkte mussten sie in der gesamten Saison noch nicht hinnehmen. Bester Werfer beim Punkte-Festival: Vechtas Alonzo Verge Jr. mit 29 Zählern.

BBL-Abstieg rückt näher: Bundesliga-Rekord bei Löwen-Debakel

Nach zuletzt drei Siegen in den jüngsten vier Partien hatten die Löwen als Vorletzter wieder Hoffnung geschöpft. Doch die wird durch die Derby-Demontage auf bittere Weise zunichte gemacht. Der möglicherweise entscheidende Rückschlag im Abstiegskampf. Denn: Die Aussichten auf den Ligaverbleib sind nun duster. Von den drei verbleibenden Spielen gegen Ludwigsburg, Oldenburg und Chemnitz müssen die Löwen zwei gewinnen, um mit dem Tabellen-16. Jena gleichzuziehen – und gleichzeitig hoffen, dass die Thüringer nicht mehr punkten.

Braunschweigs Benjamin Schröder nach der Pleite fassungslos am Dyn-Mikro: „Die erste Halbzeit… schrecklich. Ich habe noch nie so etwas gesehen. 75 Punkte in einer Halbzeit, das habe ich noch nie erlebt, egal auf welchem Level ich gespielt habe. Und wenn du so eine Halbzeit spielst, kannst du gar nicht mehr zurückkommen.“

Schröder lässt seinem Frust weiter freien Lauf: „Das ist extrem frustrierend. Ich glaube, sie haben nur drei Fehlwürfe in der ersten Halbzeit – das ist geisteskrank. Wir müssen jedes Spiel wie ein Finale sehen und dann lassen wir 75 Punkte in einer Halbzeit zu. Das geht gar nicht.“ Und Vechta? Festigt seinen Play-in-Platz und kann allmählich für die Post Season planen. Einen Platz in den BBL-Geschichtsbüchern haben sie nach dem denkwürdigen Derby-Abend nun schon sicher.