Intel hat Anlegern am Donnerstag nachbörslich einen Einblick in die Geschäftsentwicklung präsentiert und die Zahlen zum ersten Quartal veröffentlicht.
Im abgelaufenen Jahresviertel verzeichnete Intel einen Gewinn je Aktie von 0,29 US-Dollar. Analysten waren zuvor durchschnittlich von einem EPS von 0,016 US-Dollar ausgegangen, nachdem der Chip-Konzern im Vorjahresviertel noch einen Verlust von 0,19 US-Dollar je Aktie gemeldet hatte.
Auf der Umsatzseite hatten sich die Analystenerwartungen auf 12,41 Milliarden US-Dollar belaufen, tatsächlich setzte Intel aber 13,6 Milliarden US-Dollar um. Im Vergleich zum Vorjahreswert von 12,67 Milliarden US-Dollar entspricht dies einem Anstieg.
Intel übertrifft in KI-Boom Wall-Street-Erwartungen
Der Chipkonzern Intel hat dank der boomenden Halbleiter-Nachfrage im Zuge des KI-Ausbaus die Wall-Street-Erwartungen deutlich getoppt. Im vergangenen Quartal habe man sogar zuvor abgeschriebene Lagerbestände noch verkaufen können, sagte Finanzchef David Zinsner dem US-Sender CNBC. Auch habe Intel Preissteigerungen durchsetzen können. Bei den Anlegern kam das überaus gut an.
Der Quartalsumsatz von Intel stieg im Jahresvergleich um sieben Prozent auf 13,6 Milliarden US-Dollar (rund 11,6 Mrd Euro), wie das Unternehmen bereits am Donnerstagabend nach New Yorker Börsenschluss mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit Erlösen von 12,4 Milliarden Dollar gerechnet. Beim bereinigten Gewinn pro Aktie erreichte Intel 0,29 Dollar – weit über der durchschnittlichen Prognose von 0,01 Dollar.
Unter dem Strich gab es allerdings einen Verlust von 4,28 Milliarden Dollar nach roten Zahlen von 887 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Intel investiert gerade in großem Stil in neue Produktionsprozesse, die den einstigen Marktführer aus der Krise bringen sollen.
Zudem überraschte Intel die Anleger mit dem Umsatzausblick für das laufende Quartal: Der Konzern rechnet mit Erlösen zwischen 13,8 und 14,8 Milliarden Dollar, während am Markt im Schnitt eine Prognose von rund 13,1 Milliarden Dollar erwartet wurde.
Intel übertrifft in KI-Boom Erwartungen – Aktie legt kräftig zu
Der Prozessorhersteller Intel begeistert am Freitag die Anleger. Er reihte sich bei den US-Chipwerten ein, die nach vorgelegten Zahlen und Ausblicken massive Kursgewinne verbuchten. Am Vortag waren Aktien von Texas Instruments bei Anlegern gefragt, kurz vor dem Wochenende folgte Intel als Profiteur des KI-Booms.
Die Aktie reagierte letztlich mit einem Kurssprung von 23,60 Prozent auf 82,54 US-Dollar.
Sie erreichten zeitweise bei über 85 US-Dollar ein Rekordhoch – nach 26 Jahren. Die alte Bestmarke stammte noch aus der Dotcom-Ära. Auch andere Branchenwerte profitierten davon: Allen voran legten die Titel der Prozessor-Konkurrenten QUALCOMM und AMD sowie die Titel des Chipdesigners ARM im prozentual zweistelligen Bereich zu.
Von den Anlegern wurde es gefeiert, dass Intel dank der boomenden Halbleiter-Nachfrage im Zuge des KI-Ausbaus die Erwartungen deutlich getoppt hat. Im vergangenen Quartal habe man sogar zuvor abgeschriebene Lagerbestände noch verkaufen können, sagte Finanzchef David Zinsner dem US-Sender CNBC. Auch habe Intel Preissteigerungen durchsetzen können.
Der Quartalsumsatz von Intel stieg im Jahresvergleich um sieben Prozent auf 13,6 Milliarden Dollar. Für das aktuell laufende, zweite Quartal rechnet der Konzern mit einer weiteren Steigerung in den Bereich von 13,8 bis 14,8 Milliarden Dollar. Diese Spanne liegt deutlich über dem Analystenschnitt, der bei rund 13,1 Milliarden gelegen hatte.
Experten zogen denn auch ein sehr positives Fazit. „Die Fundamentallage wendet sich zum Besseren“, schrieb Tom O’Malley von Barclays Bank in einem ersten Kommentar. Er zeigte sich überrascht vom deutlichen Umsatzanstieg und der Gewinnmarge, da er für das erste Quartal eigentlich mit einem knappen Angebot gerechnet habe.
Der Rückenwind durch das Thema Künstliche Intelligenz (KI) lasse andere Probleme des Unternehmens verblassen, sagte Blayne Curtis von Jefferies. All jene, die geglaubt hätten, der KI-Boom sei beendet, würden angesichts der starken Berichte aus der Chipbranche nun wohl eines Besseren belehrt, sagte zudem ein Marktkenner. Die Gewinnentwicklung in der Branche sei atemberaubend und das Angebot hinke der exorbitanten Nachfrage nach Halbleitern deutlich hinterher.
Die Intel-Aktien setzten am Freitag ihre jüngste Rally mit viel neuem Schwung fort, seit Ende März hat sich der Kurs mehr als verdoppelt. Noch vor einem Jahr sahen Anleger den Konzern tief in der Krise, als der Kurs sein tiefstes Niveau seit 2010 erreicht hatte. Im September setzte der erste richtige Erholungsschwung ein, bevor die Rally dann in den vergangenen Wochen so richtig in die Gänge kam.
DZ Bank hebt Intel auf ‚Halten‘ und fairen Wert auf 80 Dollar
Die DZ Bank hat Intel von „Verkaufen“ auf „Halten“ hochgestuft und den fairen Wert von 36 auf 80 US-Dollar angehoben. Konzernchef Tan habe den Prozessorhersteller innerhalb eines Jahres aus seiner größten Krise geführt und auf einen profitablen Wachstumskurs zurück geführt, lobte Ingo Wermann in einer am Freitag vorliegenden Studie. Diese beeindruckende Leistung habe er dem Management in dieser Form nicht zugetraut.
Carolin Ludwig, Evelyn Schmal, Julia Walter, Martina Köhler, Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX
Übrigens: Intel und andere US-Aktien sind bei finanzen.net ZERO sogar bis 23 Uhr handelbar (ohne Ordergebühren, zzgl. Spreads). Jetzt kostenlos Depot eröffnen und Neukunden-Bonus sichern!
Ausgewählte Hebelprodukte auf Intel
Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf Intel
Der Hebel muss zwischen 2 und 20 liegen
Werbung