Schwer kranken Kindern aus der Ukraine soll mit einer Hilfe aus Neuss beigestanden werden. Die St.-Augustinus-Gruppe hat gemeinsam mit „Neuss hilft“ und dem Blau-Gelben Kreuz erneut Hilfstransporte für Kinderkliniken unterstützt.

Konkret geht es um 17 neue medizinische Geräte. Dazu gehören zehn Patientenmonitore, zwei Inkubatoren und vier Infusionspumpen. Sie gehen an Kliniken in Kyjiw, Rozdilna, Ternopil und Odessa, in denen Neugeborene und schwer kranke Kinder versorgt werden. Aber wozu können diese verwendet werden? Dafür gibt es verschiedene Einsatzbereiche. Inkubatoren stabilisieren Frühgeborene, Monitore überwachen lebenswichtige Funktionen und Infusionspumpen ermöglichen eine präzise Therapie. „Gerade unter Kriegsbedingungen fehlt vielerorts genau diese Ausstattung“, schreibt die St.-Augustinus-Gruppe in ihrer Mitteilung. „Uns war wichtig, Unterstützung zu ermöglichen, die im Klinikalltag sofort gebraucht wird“, sagt Andreas Degelmann, Geschäftsführer der St.-Augustinus-Gruppe.

Ein erster Transport ist bereits auf dem Weg nach Ternopil, weitere Lieferungen folgen kurzfristig. „Gemeinsam gelingt es uns, schnell und gezielt Hilfe dorthin zu bringen, wo sie am dringendsten benötigt wird – vor allem für die jüngsten Patienten“, sagt Max Lennertz, Vorsitzender von „Neuss hilft.

Es ist nicht die erste Hilfe aus Neuss: Erst im Februar wurde ein Industrie-Stromgenerator in die Region Poltawa gebracht. Er soll dort die Stromversorgung einer Einrichtung für Kinder mit Behinderung sichern, in der 84 Mädchen und Jungen leben. Die St. Augustinus Gruppe trägt die Finanzierung der Spende. Die übrigen Kosten sowie Transport und Logistik übernehmen „Neuss hilft“ und das Blau-Gelbe Kreuz.