Ein Justizbeamter steht am 30.10.2013 zum Prozessauftakt vor dem Sitzungssaal 390 im Landgericht in Hamburg.

AUDIO: Mehr Übergriffe auf Amtspersonen in Hamburg (1 Min)

Stand: 25.04.2026 12:53 Uhr

In Hamburg ist die Zahl der Übergriffe auf Beschäftigte im öffentlichen Dienst im vergangenen Jahr um mehr als zwölf Prozent gestiegen. Das geht aus der Senatsantwort auf eine CDU-Anfrage hervor.

Demnach gab es 2025 gut 3.200 körperliche oder verbale Angriffe auf Beschäftigte – etwa in Justiz, Justizvollzug, Jobcenter und Polizeiverwaltung. Im Jahr zuvor waren es noch knapp 2.900. Laut Senat könnte der Anstieg vor allem damit zusammenhängen, dass „Beleidigungen oder Bedrohungen mit Worten oder Gesten“ zugenommen haben.

Deutlich mehr Übergriffe in Bezirksämtern

Außerdem ist in der Antwort von „Veränderungen im Publikumsverkehr sowie der Meldepraxis“ die Rede. Was genau das bedeutet, ist nicht ganz klar. Offenbar werden vermehrt Fälle konsequent gemeldet. Deutlich mehr Übergriffe gab es vor allem in den Bezirksämtern – in Altona verdoppelte sich die Zahl sogar.

CDU fordert den Senat zum Handeln auf

Der CDU-Abgeordnete Stefan Bereuter, der die Schriftliche Kleine Anfrage gestellt hat, fordert den Senat zum Handeln auf. Er betont, der Schutz der Beschäftigten sei keine Option, sondern Pflicht.

Ein Mann fährt einen Bus in Hamburg.

Im vergangenen Jahr gab es insgesamt über 100 angezeigte Fälle in Hamburg. Viele Mitarbeiter wünschen sich bessere Schulungen.

Zwei Mitarbeiter der Hamburger Hochbahn-Wache stehen an einer Haltestelle.

Die Deutsche Bahn hat heute zu einem Sicherheitsgipfel geladen. Die Züge sollen sicherer werden. Wie sieht der Alltag in öffentlichen Verkehrsmitteln in Hamburg aus?

Bild eines Busses durch die Windschutzsscheibe rein fotografiert. Rechts der Busfahrer. Blickt mit hochgezogenen Augenbrauen zur Tür blickt. In das Bild reinmontiert: Mann, von dem nur die Faust zu erkennen ist. Bild ist in Gelb und Dunkelblau gefärbt.

Bespuckt und beschimpft: Gewalt und Aggression gegen Bus- und Bahnpersonal nehmen zu. Ist das inzwischen Alltag?