Doppelschlag bringt Chemie auf Kurs

Vor ausverkauftem Haus im Alfred-Kunze-Sportpark legte Chemie einen engagierten Start hin. Stanley Ratifo setzte früh einen Kopfball an die Latte (4.), auch danach suchten die Gastgeber immer wieder den Weg nach vorn. Nach einer ausgeglichenen und ereignisärmeren Phase schlugen die Leipziger dann innerhalb weniger Minuten doppelt zu: Zunächst staubte Ratifo nach langem Einwurf zur Führung ab (29.), nur eine Minute später erhöhte Kay Seidemann nach Vorarbeit von Ratifo auf 2:0 (30.).

Die Hausherren hatten die Partie über weite Strecken im Griff, ließen defensiv wenig zu. Zwar meldete sich Zehlendorf vor der Pause mit einem Schuss ans Lattenkreuz von Ben Schulze (42.) nochmals bei Keeper Marcel Bergmann an, doch unterm Strich nahmen die Grün-Weißen die verdiente Zwei-Tore-Führung mit in die Kabine.

Zehlendorf schlägt zurück

Nach dem Seitenwechsel folgte dann der Schock: Fast aus dem Nichts kamen die Berliner ihrerseits mit einem Doppelschlag zurück. Erst traf Nasuhi-Noah Jones per sattem Distanzschuss zum Anschluss (48.), nur zwei Minuten später verloren die Leipziger Diren-Mehmet Günay im Fünfmeterraum aus den Augen. Der Joker nahm das Geschenk an und verwandelte aus kurzer Distanz zum 2:2 (50.). Innerhalb von zwei Minuten war die komfortable Leipziger Führung dahin.

Die Partie wurde danach offener und umkämpfter. Chemie schüttelte sich nach dem Nackenschlag, suchte wieder den Weg nach vorn und hatte durch Akono die große Chance zur erneuten Führung (70.).

Joker bringt Leipzig auf die Siegesstarße

In der Schlussphase wurde das Spiel nickliger, viele Fouls und Diskussionen unterbrachen den Rhythmus – ehe Leipzigs Trainer Alexander Schmidt ebenfalls ein glückliches Händchen bewies: Nach einem Freistoß von Nils Lihsek köpfte der wenige Minuten zuvor eingewechselte Julius Hoffmann zur erneuten Führung ein (85.). Eine Minute später machte der 21-Jährige mit seinem zweiten Treffer alles klar: Im Strafraum freigespielt, setzte Hoffmann seinen Gegenspieler auf den Hosenboden und traf zum vorentscheidenden 4:2 (86.).

Durch den Sieg klettert Chemie in der Tabelle auf Rang 13. Hertha Zehlendorf bleibt abgeschlagen Letzter.