Newsblog zum Krieg in Nahost
Israel befiehlt massive Angriffe auf Hisbollah
Aktualisiert am 26.04.2026 – 01:17 UhrLesedauer: 8 Min.
Angriffe beider Seiten gab es trotz der geltenden Waffenruhe. (Archivbild) (Quelle: Ariel Schalit/AP/dpa/dpa-bilder)
Die geplanten Iran-Gespräche scheitern. Trump pfeift seine Unterhändler zurück. Auch Irans Außenminister reist aus Pakistan ab. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben einen mit Sanktionen belegten Frachter der iranischen „Schattenflotte“ abgefangen. Das Schiff sei im Arabischen Meer von einem Helikopter des Zerstörers „USS Pinckney“ gestoppt worden und werde zurück in Richtung Iran eskortiert, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit.
Das abgefangene Schiff, die „M/V Sedan“, gehört demnach zu den 19 Frachtern, die am Freitag mit Sanktionen des US-Finanzministeriums belegt wurden. Die Sanktionen zielen auf die sogenannte Schattenflotte des Irans ab, die nach US-Angaben von zentraler Bedeutung für Teherans Einnahmen aus dem Öl- und Gasexport ist.
Die israelische Regierung hat das Militär angewiesen, Ziele der radikal-islamischen Hisbollah-Terrororganisation im Libanon massiv anzugreifen. Weitere Details sind in einer Mitteilung des Büros von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nicht genannt worden. Zuvor sind nach Angaben der staatlichen libanesischen Nachrichtenagentur vier Menschen bei israelischen Angriffen im Südlibanon getötet worden. Die israelische Armee hat ihrerseits Raketenbeschuss der Hisbollah auf Israel gemeldet. Die anhaltenden Gefechte haben die Waffenruhe zwischen den Konfliktparteien auf die Probe gestellt.
Der iranische Außenminister Abbas Aragtschi wird einem Medienbericht zufolge nach seinem Aufenthalt im Oman voraussichtlich erneut das Vermittlerland Pakistan besuchen. Danach werde er nach Russland weiterreisen, meldet die iranische Nachrichtenagentur Mehr.
Der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Jared Kushner, Schwiegersohn von US-Präsident Trump, werden nicht zu neuen Verhandlungen mit dem Iran nach Pakistan fliegen. Das sagte Trump dem TV-Sender Fox News. Er habe den beiden Unterhändlern gesagt: „Ihr werdet nicht wieder 18 Stunden fliegen, um nur herumzusitzen.“ Zuvor war Irans Außenminister Abbas Araghtschi aus Pakistans Hauptstadt Islamabad abgereist. Lesen Sie hier mehr über die Absage der Iran-Gespräche.
Der iranische Außenminister hat Pakistan wieder verlassen. Abbas Araghtschi sei am Samstagabend (Ortszeit) nach ganztägigen Verhandlungen mit seiner Delegation abgereist, teilten pakistanische Beamte der Nachrichtenagentur AP mit. Offenbar kommt es nun nicht zu einer Gesprächsrunde mit Donald Trumps Sondergesandten Steve Witkoff und seinem Schwiegersohn Jared Kushner, die sich noch auf dem Weg nach Islamabad befinden.
