Ein Lächeln zum Gruß und ein Lächeln zum Dank für den immer wieder begeistert aufflammenden Applaus. Doch ansonsten ließen die britischen Gäste im vierten Konzert des Zyklus „Junge Virtuosen“ im Rittersaal von Schloss Rheydt nur die Musik sprechen und ihr grandioses Spiel wirken – zunächst jedenfalls. Auf Einladung der Marketinggesellschaft Mönchengladbach (MGMG) brillierte das Fibonacci Quartet zu Werken von Joseph Haydn, Leoš Janáček und Robert Schumann.
Zum gewählten Ensemblenamen verriet das Programmheft, dass dieser den um 1200 in Pisa wirkenden Mathematiker Leonardo Fibonacci entlehnt ist. Visuelles Sinnbild der nach ihm benannten Zahlenreihe, der Fibonacci-Folge, sei die Form der Schnecke, wie sie auch in der markanten Verzierung des Kopfstücks von Violine, Viola und Violoncello zu finden ist. Die Präzision im Spiel der Violinisten Kryštof Kohout und Luna de Mol sowie des Viola-Spielers Elliot Kempton und des Cellisten Findlay Spence hätte schon für sich den Bezug auf einen Mathematiker erklärt. Dabei füllte das vielfach preisgekrönte Quartett sein hochvirtuoses Spiel dank grandioser Gestaltungsfreude mit der Bandbreite aller Gefühle.