Nach der Blamage von Schweinfurt folgte für Hansa Rostock die Demontage bei der wohl letzten Chance im Aufstiegskampf. 2:5 ging Rostock gegen Jahn Regensburg unter. Damit könnte sich der FCH aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet haben, denn der Tabellenzweite Rot-Weiss Essen und der Dritte Energie Cottbus können am heutigen Sonntag auf sieben respektive sechs Punkte enteilen. RWE spielt gegen den 1. FC Saarbrücken (16.30 Uhr), Cottbus bei Viktoria Köln (13.30 Uhr, beide Spiele bei MagentaSport).

„Das ist eine absolute Katastrophe“, sagte Hansa-Trainer Daniel Brinkmann bei MagentaSport. „Wir haben ein Heimspiel mit vielen entscheidenden Fehlern abgeliefert. Ich werde hier auf niemanden einzeln eingehen. Wir haben aber in der Box wieder keine Zuteilung und machen leichte Fehler im Aufbau. Das ist einfach nur schlecht. Es wurde 100-fach angesprochen, dass wir in der Box dabei sind. Dann kannst du so eine Scheiße nicht abliefern. Du brauchst dich dann nicht wundern, dass du fünf Gegentore in einem Heimspiel kriegst. Das ist peinlich, nicht Hansa-like und nicht würdig.“ 

Jahn Regensburg ist derweil nun auch rechnerisch gerettet: „Meine junge Mannschaft hat eine sehr erwachsene Leistung gezeigt. Es hat ja noch etwas zum Klassenerhalt gefehlt. Das haben wir nun erreicht. Nach dem 2:4-Treffer von Rostock kam die Kulisse in Rostock. Da haben wir gut dagegengehalten“, sagte Regensburgs Trainer Sascha Hildmann.

Osnabrück stürmt Richtung 2. Bundesliga

Der Zweitliga-Aufstieg des VfL Osnabrück könnte schon an diesem Sonntag perfekt werden. Durch ein Tor in der fünften Minute der Nachspielzeit gewann der Tabellenführer der 3. Fußball-Liga mit 2:1 (0:1) gegen den SC Verl.

Osnabrücks Bernd Riesselmann (hinten) jubelt nach seinem Treffer in der Nachspielzeit zum 2:1 neben Verls Torwart Philipp Schulze (vorn).

Osnabrücks Bernd Riesselmann (hinten) jubelt nach seinem Treffer in der Nachspielzeit zum 2:1 neben Verls Torwart Philipp Schulze (vorn).
© dpa | Ebener

Ob der VfL schon an diesem Sonntag feiern oder den Aufstieg im nächsten Spiel beim SV Wehen Wiesbaden am 3. Mai aus eigener Kraft schaffen kann, entscheidet sich beim Auswärtsauftritt des FC Energie Cottbus bei Viktoria Köln (13.30 Uhr/MagentaSport). Sollte der Tabellendritte verlieren, stünde die Zweitliga-Rückkehr des VfL schon vorzeitig fest.

Ob der aktuelle Tabellenzweite Rot-Weiss Essen den Niedersachsen folgen kann, wird indes an diesem Wochenende noch nicht entschieden. Ein Sieg im Heimspiel am Sonntag (16.30 Uhr/MagentaSport) gegen den Tabellen-16. FC Saarbrücken ist auf dem Weg Richtung Aufstieg aber wichtig, um die Konkurrenz auf Distanz zu halten. Am Freitagabend hatte der MSV Duisburg durch einen 1:3-Patzer bei Alemannia Aachen den Sprung auf Platz zwei verpasst und RWE damit in die Karten gespielt.

Siegtor in der Nachspielzeit

Das umjubelte Siegtor in Osnabrück vor 14.842 Zuschauern schoss der eingewechselte Bernd Riesselmann (90.+5) bei einem Konter. Die Verler waren durch einen dicken Patzer der Osnabrücker in der 27. Minute in Führung gegangen. Fridolin Wagner spielte einen missglückten Rückpass direkt in den Lauf des Verler Torschützen Berkan Taz. Nach der Pause dauerte es nur 33 Sekunden bis zum Ausgleich durch Bjarke Jacobsen (46.).

Der Tabellensechste Verl war für die Osnabrücker der befürchtet unangenehme Gegner. In der ersten Halbzeit ließen die Gäste kaum Torchancen des VfL zu. Und nach dem 1:1 drückte nicht etwa der Tabellenführer auf den Siegtreffer. Sondern Verl übernahm zunächst die Initiative. 

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Die besten Chancen der zweiten Halbzeit vergaben die SCV-Spieler Marco Wörner (52.) und Martin Ens (87.). Osnabrück wurde in der Zwischenzeit besser, ging aber lange Zeit kein großes Risiko mehr ein. Das 2:1 fiel, weil die Verler in dieser Szene viel zu weit aufgerückt waren. fs/dpa