Die Menschen in Essen und Umgebung leiden bereits unter den hohen Preisen an der Zapfsäule. Deshalb stellen sich viele die Frage, ob sich der Iran-Konflikt und die gestiegenen Energiepreise auch auf Strom- und Gasrechnungen im eigenen Zuhause auswirken werden.

Gegenüber DER WESTEN gaben die Stadtwerke Essen jedoch Entwarnung: Verbraucher müssen derzeit keine stark steigenden Energiekosten befürchten.

Stadtwerke Essen nehmen den Bürgern die Sorge

📌 Fakten

  • Die Diesel-Preise in Deutschland erreichten zuletzt mit 2,442 Euro pro Liter historische Hochwerte
  • Die Bundesregierung plant eine Energiesteuersenkung
  • Benzin und Diesel sollen jeweils um 17 Cent Brutto pro Liter gesunken werden

Wirtschaftlich stehen viele Haushalte in Essen und Umgebung unter Druck. Das teure Tanken seit Wochen belastet einige Haushaltsbudgets erheblich. Was man da nicht gebrauchen kann, sind zusätzlich hohe Strom- und Gaspreise.

Die Stadtwerke Essen geben jedoch Entwarnung. „Unsere Beschaffungswege sind langfristig angelegt. Verbraucherinnen und Verbraucher können sich auf verlässliche Preise und eine sichere Versorgung durch die Stadtwerke Essen verlassen“, erklärte die Leiterin Kommunikation, Susanne Jagenburg, gegenüber unserer Redaktion.

Trotzdem bleibt die Lage nicht komplett sorgenfrei: „Auch wir spüren natürlich die Entwicklungen“, so die Stadtwerke weiter. Doch dank einer „langfristigen Beschaffungsstrategie“ gebe es aktuell keine relevanten Auswirkungen für die Kunden.

Energiesteuersenkung – ausreichend als Entlastung?

Neben den stabilen Preisen der Stadtwerke plant die Bundesregierung eine kurzfristige Senkung der Energiesteuer ab dem 1. Mai. Für zwei Wochen sollen dadurch die Benzin- und Dieselpreise um 17 Cent sinken. Wirtschaftsexperten wie Prof. Dr. Michael Hüther zeigen sich jedoch skeptisch. In einem Statement gegenüber unserer Redaktion sagte Hüther: „Die Senkung der Mineralölsteuer ist wenig zielgenau und vermindert die Wirkung der Preissignale. Wegen des Gesetzgebungsverfahrens greift sie womöglich erst, wenn die Preise längst gesunken sind.“

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Ob die Senkung der Spritpreise tatsächlich langfristig zur Entlastung der Haushalte beiträgt, scheint fraglich. Was jedoch feststeht: Essener Haushalte müssen sich keine Sorgen über steigende Energiekosten für die eigene Versorgung machen.