Münster/Bielefeld. Wo fange ich an? Mit dem Guten? Nein, es gibt Dinge, über die zu sprechen ist! Nach dem Spiel in Münster wurden unter dem Gästeblock die Waschbecken der Herrentoilette zertreten, ich stand im Wasser. Was ist da in diesen Köpfen fehlgeleitet worden?

Dass ich überdies kein Freund von Pyro bin, habe ich sicherlich schon erwähnt. Und dann haben sich die selbst ernannten Feuerwerker auch noch gegenseitig beschossen. Das, und die Tatsache, dass sich wohl Hunderte Stehplatzkartenbesitzer Zutritt zum Sitzblock verschafft haben, hat für mich den Auswärts-Dreier emotional stark entwertet. Scheinbar haben da so einige damals im Sandkasten die Plastikschaufel zu oft auf den Kopf geschlagen bekommen! Da fällt es mir etwas schwer, die irgendwie witzige Idee des Blau-Überklebens der grünen Sitzschalen und Treppenstufen entsprechend zu würdigen.

Zum Sieg gezittert: Arminia Bielefeld gewinnt das Keller-Derby bei Preußen Münster

Dabei hat dieses Spiel ein gutes Ende für alle Arminen gehabt. Und der Tag insgesamt auch gut begonnen. Nach einer entspannten Anreise in den Norden der Stadt im westlichen Westfalen gab es Frühstück bei einem alten Schulfreund, der, auf Fußball bezogen, irgendwann mal falsch abgebogen ist und uns mit einem grünen Trikot an der Tür begrüßte. Überdies standen Porzellanwaren aus der örtlichen Merchandising-Abteilung auf dem Tisch. Durch geschicktes Ablenken und Tauschen konnte ich immerhin verhindern, meinen Kaffee aus einer grünen Tasse trinken zu müssen.

×

Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail zur Bestätigung Ihrer Anmeldung.

Erst danach ist diese abgeschlossen.

Bitte prüfen Sie auch den Spam-Ordner.

×

Sie haben bisher Ihre E-Mail-Adresse noch nicht bestätigt.

Erst danach ist diese abgeschlossen.

Bitte prüfen Sie auch den Spam-Ordner.

×

Es ist einen Fehler aufgetreten

Bei Fragen hilft unser Newsletter-Support

Newsletter

DSC Arminia Bielefeld

Wöchentlich alle News rund um Arminia Bielefeld.

Jetzt anmelden

Das Zittern geht weiter – wohl bis zum letzten Spieltag

Natürlich wurden einige Spitzen verteilt, aber wir waren uns einig: Den Gastgebern könnte nur noch ein Sieg helfen, während wir bei einem Sieg zumindest für einen Moment durchatmen können. Wie herrlich es sein muss, die zweite Liga in diesem Jahr neutral beobachten zu können. So viele Teams mit fast identischer Punkteausbeute. Aber als Armine, und das ist schon kurz nach dem Spiel klar, geht das Zittern weiter – wohl bis zum letzten Spieltag.

Stimmen zum Spiel: „Allen in Bielefeld tut das gut!“

Unsere Mannschaft hat, bis auf die ersten fünf und die letzten fünfzehn Minuten viel richtig gemacht, was zuletzt ja nicht immer so war. Warum sie sich allerdings in der zweiten Halbzeit mehr und mehr in Passivität zeigte, war mir völlig unklar. Es war ja nicht so, dass die Preußen uns massiv hinten rein gedrückt hätten. Aber egal, es hat gereicht und der Moment, als unsere Jungs auf die Tribüne zugerannt kamen, war schon ein besonderer. Es fiel viel ab von mir, von uns. Freude über diese drei Tore, drei Punkte, den Derbysieg. Und dennoch geht es schon bald weiter im Kampf gegen den Abstieg.


Arminias Spieler laufen nach der Partie auf die Gästefans zu. - © Teresa Kroeger/RHR-FOTO

Arminias Spieler laufen nach der Partie auf die Gästefans zu.
| © Teresa Kroeger/RHR-FOTO

Es gibt (leider) noch einige Klubs, die nicht so gerne absteigen möchten. So scheint es jedenfalls. Bei unseren grünen Freunden leuchtet sicherlich schon bald das Licht der dritten Liga. Ungeachtet aller Rivalität stellt sich mir die Frage, ob es eine Statistik gibt, die beleuchtet, ob Vereine im Stadionumbau häufiger absteigen als andere? Mir scheint jedenfalls die Idee, den neuen Gästeblock als erstes freizugeben, eine fast absurde Idee. Das ist ein verschenkter Heimvorteil. Aber wen kümmert es hier am Teutoburger Wald? Ich sag hiermit einfach mal Danke an den oder diejenigen, die sich das so haben einfallen lassen!

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel: Jetzt kommt Bochum!

Mit den von unseren Gastgebern geliehenen Rädern ging es nach dem Spiel einmal quer durch die Stadt zurück. Ein gefühlter Triumphzug. Ich liebe es, bei gewonnenen Auswärtsspielen mit dem Rad unterwegs zu sein! Zurück in MS-Uppenberg saß ein nur etwas enttäuschter Preußen-Fan in seinem Garten. Er hatte schon vor dem Spiel geäußert, dass der Abstieg wohl kaum zu vermeiden sei.

Noten für Arminia: Roberts Uldrikis ist der Turm in Bielefelds Abstiegsschlacht

Ein wunderschönes Foto, auf dem mein schwarz-weiß-blauer Schal über seinen grünen Schultern liegt, wird dauerhaft Zeugnis dieses für alle Arminen erfolgreichen Tages ablegen. Und dann war da noch ein weiterer Gast, da auch in Münster lebend, häufiger Gast dort im Stadion, aber im ersten Leben eigentlich Bochumer. Und schon war das nächste Thema auf dem Tisch.

Euer Armine von der Süd!